Patientenverfügung und Organspende - was hat es auf sich?

das war des Thema eines Seminars am 8.Nov. 2oo3 in Neuhof, an dem mehr als dreißig Teilnehmer den Ausführungen des Vors. der Aktion Leben, Walter Ramm, zuhörten.

Viele Menschen seien der Meinung, daß sie mit einer "Pattentenverfügung" eine Lösung gefunden hätten, die ihre letzten Dinge" regelten. Nach intensiver Beschäftigung mit dieser Problematik seien die europäischen Euthanasie-Gegner" (EEG) zu der Überzeugung gelangt, daß die "Patientenverfügung" gerade in einer Zeit knapper Kassen und enormer Probleme aufgrund der Bevölkerungsstruktur nicht dem Leben und einem Sterben in Würde diene, sondern der Einführung der ersten Stufe der Euthanasie (passive Euthanasie).

Passive Euthanasie würde über kurz oder lang unweigerlich die Tür zur sog. Aktiven Euthanasie öffnen.

Der Wortlaut der "Patientenverfügungen" erwecke den Eindruck, als handele es sich nur um die Forderung nach Unterbindung der Verlängerung des Sterbens und der Hinauszögerung des Todeskampfes durch extreme medizinische Maßnahmen. Dazu bedürfe es jedoch keiner Patientenverfügung", denn die Verlängerung des Sterbens gehöre nicht zum ärztlichen Auftrag und wäre (u.U. strafbarer) Mißbrauch der Medizin. Das sowohl Hilfe zum als auch Hilfe beim Sterben als "Sterbehilfe" bezeichnet würden, trage zur Verwirrung bei und verwische oftmals die todbringende Bedeutung in Umlauf befindlicher Patientenverfügungen"

Gott alleine sei Herr über Leben und Tod! Darum gäbe es weder ein Verfügungsrecht über das eigene Leben (aufgrund des vermeintlichen Selbstbestimmungsrechts) noch über das Leben anderer Menschen. Es sei notwendig, so Walter Ramm, mit vertrauten Personen darüber zu sprechen und sich im Gebet stets der Möglichkeit der jederzeitigen Abberufung bewußt zu sein.

Aktionskreis Fulda 08.11.2003