Euthanasieprogramme dringen ins Krankenhaus vor

Seit Jahresbeginn befördert eine Schweizerische Universitätsklinik angebliche Lebensmüde ins Jenseits. Man beruft sich dabei – nicht ohne Konsequenz – auf die Kinderabtreibung.(kreuz.net, Lausanne) Die Leitung des Universitätsspitals Lausanne hat verordnet, daß selbstmordwillige Patienten, die nicht mehr transportfähig sind, künftig im Spitalsbett vergiftet werden dürfen.

Die tödliche Prozedur wird von angereisten Selbstmordunternehmern vorgenommen.

Die Stadt Lausanne liegt am Genfersee im Südwesten der Schweiz.

Die Direktion des Krankenhauses erntete eine – wohl wirkungslose – Protestwelle.

Besorgte Patienten wollten wissen, ob der Arzt künftig die Giftampulle gleich bei sich trage. Andere fürchteten, im Spital auch gegen ihren Willen vergiftet zu werden.

Der Präsident der sogenannten Ethikkommission des Lausanner Universitätsspitals, Chefarzt René Chiolero, spielte vor der ‘Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag’ den Überraschten:

„Man könnte meinen, wir hätten gesagt, kommen Sie nach Lausanne und bringen Sie sich um.“ Dabei habe man die Türe „nur einen kleinen Spalt“ geöffnet.

Die Einführung der Beihilfe zum Selbstmord in weiteren Schweizer Universitätsspitälern ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.

So sei man in Bern „am Anfang eines Suchprozesses“, erklärte der dortige Spitalseelsorger in typischem Theologenjargon. Die interne Diskussion über die Beihilfe zum Selbstmord sei äußert angespannt und geprägt von ständig schwankenden Stimmungen.

Am Universitätsspital Basel kommentiert ein Arzt den Lausanner Dammbruch als ein „falsches Signal“. Die Lausanner Entscheidung werde in Basel keine Wirkung haben.

Ein Spital müsse ein geschützter Raum sein. Man dürfe in den Patienten nicht die Angst wecken, daß man sie im Spital zum Selbstmord drängen wolle.

Ein Palliativmediziner am Zürcher Universitätsspital erklärte, daß ein Krankenhaus seinem Auftrag gemäß immer helfen, heilen und Schmerzen lindern müsse.

Da passe die Beihilfe zum Selbstmord nicht hinein.

Zuständig für die Durchführung der Schweizer Euthanasieprogramme in Lausanne ist ein Tötungsunternehmen, das sich hinter dem Decknamen ‘Exit’ verbirgt. Es handelt sich dabei um eine Konkurrenz des Unternehmens ‘Dignitas’, das seit September seinen Geschäftsbereich auf Deutschland ausgedehnt hat.

Das Tötungsunternehmen ‘Exit’ wird sogar von der lebensfeindlichen ‘Neuen Zürcher Zeitung’ kritisiert.

Das Blatt erwähnt, daß ein kürzlicher prämierter Propagandafilm des Euthansie-Unternehmens „irritierende Sequenzen“ enthalte.

So würden darin zwölf Tötungsmitarbeiter der Firma zusammen mit ihrem Präsidenten, Jérôme Sobel, bei einer Versammlung eine Sitzordnung einnehmen, die unweigerlich an das Letzte Abendmahl Christi erinnere.

An einer anderen Stelle verkünde der Chef des Euthanasieprogramms einer Patientin vor ihrer Vergiftung: „Ich wünsche dir, daß du das Licht erblickst, um Frieden zu finden.“

Vor der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ zog Sobel eine Parallele mit der Tötung von Kindern im Mutterleib:

„Es ist für mich ein Widerspruch, daß ein Spital am Anfang eines menschlichen Lebens ohne weiteres eine Abtreibung vornimmt, wo das entstehende Leben sich notabene nicht dazu äußern kann, hingegen Mühe bekundet, an einem unheilbar kranken und zu Ende gehenden Leben, bei freier Willensäußerung des Patienten, die gleiche Tat zu vollbringen.“