Papst Johannes Paul II. an Mütter, die abgetrieben haben

Einen besonderen Gedanken möchte ich euch, den Frauen, vorbehalten, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika „Evangelium Vitae“ Nr. 99.

Die Kirche weiß um die vielen Umstände, die eure Entscheidung beeinflußt haben können. Sie bezweifelt nicht, daß es sich in vielen Fällen um eine leidvolle, vielleicht dramatische Entscheidung gehandelt hat.

Die Wunde in eurem Herzen ist wahrscheinlich noch nicht vernarbt. Was geschehen ist, war und bleibt ein tiefes Unrecht. Laßt euch aber nicht von Mutlosigkeit ergreifen. Gebt die Hoffnung nicht auf.

Sucht das Geschehene vielmehr zu verstehen und im Lichte der Wahrheit Gottes auszulegen. Falls ihr es noch nicht getan habt, dann öffnet euch voll Demut und Vertrauen der Reue. Der Vater allen Erbarmens wartet auf euch, um euch in der heiligen Beichte seine Vergebung und seinen Frieden anzubieten.

Euer abgetriebenes Kind könnt ihr hoffnungsvoll demselben Vater und seiner Barmherzigkeit anvertrauen. Mit Hilfe des Zuspruchs und der Nähe befreundeter Menschen, die um diese Probleme wissen, könnt ihr mit eurem erlittenen Zeugnis zu wortgewaltigen Verfechterinnen des Rechtes aller auf Leben werden.

Durch euren Einsatz für das Leben, der vielleicht durch die Geburt neuer Kinder gekrönt wird und sich in der Zuwendung zum Schwachen äußert, werdet ihr ein neues Verständnis für das menschliche Leben hervorbringen.

20.05.2005