Eine überfällige Klarstellung

Das ‘Zentralkomitee der Deutschen Katholiken’ ist zunehmend ein Instrument der Selbstzerstörung des Katholizismus in der Bundesrepublik.

„Nach der Korrektur eines aus der Spur geratenen Rätesystems in der eigenen Diözese sorgt Bischof Müller nun auch für Klärungen auf Bundesebene.“ Das erklärte Werner Rothenberger am 18. Februar in Franfurt am Main. Rothenberger ist der Sprecher des ‘Arbeitskreises von Katholiken im Raum Frankfurt/Main’. Er äußerte sich am Rande eines Treffens des ‘Arbeitskreises’, nachdem bekannt geworden war, daß der Regensburger Bischof die Beteiligung seines Bistums an der Finanzierung des ‘Zentralkomitees der Deutschen Katholiken’ einstellen wird. Rothenberger nannte die Entscheidung des Regensburger Bischofs „überfällig“. Der Arbeitskreis empfiehlt allen Bischöfen Deutschlands, dem Beispiel von Mons. Müller zu folgen und die Zahlungen an das ‘Zentralkomitee der Deutschen Katholiken’ einzustellen. Das ‘Zentralkomitee’ habe sich nämlich unter der – geradezu hochstaplerischen – Selbstetikettierung, das Sprachrohr der deutschen Katholiken zu sein, zunehmend zu einem Instrument der Selbstzerstörung der Kirche gemacht. Dies sei nicht nur am Unterlaufen der kirchlichen Haltung zur Abtreibungsfrage durch die Gründung des ominösen Vereins „Donum vitae“ geschehen, sondern auch durch zahllose nörglerische und besserwisserische Erklärungen zu legitimen Entscheidungen des Papstes und seiner Kurie.

21.02.2006 kreuz.net