"Woche für das Leben"

Das Motto der „Woche für das Leben" 2006 lautet: „Von Anfang an uns anvertraut. Menschsein beginnt vor der Geburt." Warum nicht deutlicher, liebe Verantwortliche in Katholischer und Evangelischer Kirche?

War das der kleinste gemeinsame Nenner? Tatsache ist, daß heute sich jeder seinen individuellen Lebensbeginn selbst bastelt, wie wir aus unzähligen Gesprächen wissen.

Für Bastler am menschlichen Keim und für künstliche Erzeuger beginnt das Leben nach § 8 des Embryonenschutzgesetzes (1990) mit der Kernverschmelzung.

Für Pillen- und Spiralenbenutzer nach § 219 StGB mit vollendeter Einnistung.

Für die meisten Abtreiber im 3. Monat oder später und, und, und ...

Warum sagt man nicht, was auch wissenschaftlich belegt ist: „Menschsein beginnt mit der Verschmelzung der mütterlichen Eizelle und der väterlichen Samenzelle."

„Ein Mensch entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch, er wird nicht Mensch, sondern ist Mensch von Anfang an!" (Prof. Dr. Erich Blechschmidt)

Aus dem Internet kann man entnehmen, daß im Rahmen der diesjährigen „Woche für das Leben" im gemeinsamen Veranstaltungsprogramm des Bistums Fulda und der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck auch Workshops und Initiativen des „Pro Familia" - Beratungszentrums Kassel angeboten werden. Themen sind: Systematische Paarberatung, Paaren nach der Geburt von Kindern helfen „die Lust zu entdecken", sowie Workshops zum Thema „Liebe und Partnerschaft, Sexualität, Kinderwunsch und Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung".

Da kaum anzunehmen ist, daß sich diese Veranstaltungen am christlichen Menschenbild oder gar der Morallehre der katholischen Kirche orientieren werden, ist wohl jeder Kommentar überflüssig.

 

Hinweis: In den kath. Kirchen im Bistum Fulda ist das umstrittene Programm der "Woche für das Leben" ausgelegt. Auch auf der Homepage des Bistums Fulda kann die Broschüre angesehen werden.

 

aus dem Rundbrief der Aktion-Leben