Die Rache der Kinderabtreiber

Ein 74jähriger Lebensrechtler sitzt seit einer Woche im Gefängnis. Sein Vergehen: Er schickte Bilder von Kinder, die durch Abtreibung ums Leben kamen, an eine Abtreibungsanstalt. Diese fand jetzt eine weitere Form der Vergeltung.

Zwischen Januar und April standte der britische Lebensrechtler Edward Atkinson (74) den Verantwortlichen des Krankenhauses in der Stadt King’s Lynn trotz mehrfacher Beanstandungen Bild- und Videomaterial, auf dem zerstückelte Kinderleichen zu sehen sind, die von Abtreibern getötet wurden.

Der Ort King’s Lynn befindet sich im Osten von England rund 150 Kilometer nördlich von London.

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Die Geschäftsführerin des Krankenhauses, in dem Menschen getötet werden, verklagte den pensionierten Lebensschützer. Sie empfinde die Abtreibungsbilder – vor Journalisten soll sie sogar mit Tränen gekämpft haben – als „anstößig, entsetzlich und absolut abscheulich“.

Die Klägerin bekam Recht.

Das Gericht verurteilte den katholischen Menschenrechtler – der den Wahrheitseid vor dem Richter erst leistete, als man ihm eine Bibel vorlegte – fast zu einem Monat Gefängnis. Der alte Mann trat seine 28tägige Haftstrafe am letzen Donnerstag an.

Nach dem Strafvollzug beginnt für ihn eine fünfjährige Bewährungszeit.
Menschenrechtler Edward Atkinson:
„Ich anerkenne, daß die Bilder von Abtreibungsopfern sehr erschreckend waren. Sie sind anstößig, monströs und widerwärtig. Aber sie zeigen die Wahrheit dessen, was in unserer Welt geschieht.“
Sollte der Kinderschützer in dieser Zeit „rückfällig“ werden, drohen ihm fünf Jahre Knast.

Lebensrechtler Atkinson sagte, die Bilder der Abtreibungsopfer zu Lehrzwecken versandt zu haben: „Ich anerkenne, daß die Unterlagen sehr erschreckend waren. Sie sind anstößig, monströs und widerwärtig. Aber sie zeigen die Wahrheit dessen, was in unserer Welt geschieht.“

Jeder im Gerichtssaal wisse, daß die Kinderabtreibung Mord ist, aber keiner habe den Mut, es zu sagen: „Seit 1968 sind sieben Millionen ungeborene Kinder mit der Duldung des Staates auf brutalste und kaltschnäuzigste Weise umgebracht worden.“

Das Krankenhaus in der Stadt King’s Lynn, das Kinder im Mutterleib tötet, hat in der Zwischenzeit angekündigt, dem inhaftierten Lebensschützer ab sofort jede Behandlung zu verweigern – akute lebensrettende Maßnahmen ausgenommen.

Der Lebensrechtler wurde darum von der Warteliste für eine Hüftoperation gestrichen.

Der Präsident der britischen Lebensrechtsorganisation ‘Life League’ nannte die Entscheidung „empörend, lächerlich und unfair“: „Würden Sie einem Mörder oder einem Pädophilen die medizinische Behandlung verweigern?“

Er bezeichnete Herrn Atkinson als ersten und sicherlich nicht letzten Märtyrer. Die Abtreibungsbilder seien notwendig, um ernstgenommen zu werden:

„Wir wollen uns selber zwischen das Schlachtermesser und das Baby werfen.“

Im Umfeld der Verurteilung von Lebensschützer Atkinson wurde auch der Fall der gelähmten Britin Veronica Connolly (50) bekannt.

Die Rollstuhlfahrerin muß sich gegenwärtig vor Gericht verantworten, weil sie als Protest gegen die ‘Tötungspille danach’ an mehrere Apotheken in Birmingham Bilder von Abtreibungsleichen schickte.

10.05.2006 kreuz.net