„Wir stehen nicht für Abtreibung“

Wenn Kinderabtreiber selber nicht zur Kinderabtreibung stehen, dann ist der letzte Zweifel ausgeräumt, daß mit der Kinderabtreibung etwas nicht stimmt.

Der hessische Landesverband der Abtreibungsorganisation ‘Pro Familia’ hat bedauert, daß das Bistum Fulda die Beteiligung ihrer „Beratungsstelle Kassel“ an der ökumenischen ‘Woche für das Leben’ im Nachhinein als „eklatanten Fehler“ bezeichnet hat.
Das berichtete die ‘Fuldaer Zeitung’ am Donnerstag.
‘Pro Familia’ ist Teil des berüchtigten US-Abtreibungsnetzwerkes ‘Planned Parenthood’. Die Organisation führt in Deutschland eigene Kinderschlachthöfe.
Es sei die Absicht von ‘Pro Familia’ „gemeinsam auch mit den Kirchen an den zentralen Problemfeldern der Gesellschaft zu arbeiten“, erklärte dagegen die Landesgeschäftsführerin von Pro Familia Hessen, Brigitte Fuchs.
Rund 50.000 Menschen würden sich jährlich an die sogenannten Beratungsstellen von ‘Pro Familia Hessen’ wenden.
In der – wie sich Frau Fuchs ausdrückt – „Schwangerschaftskonfliktberatung“ sei ‘Pro Familia’ eine allgemein anerkannte Institution.
Das Verhalten des Bistums sei daher umso unverständlicher und werde „der Relevanz der Thematik“ nicht gerecht. ‘Pro Familia’ mit der Kinderabtreibung gleichzusetzen, sei grundlegend falsch, so Frau Fuchs.
Das Bistum Fulda hatte sich von den Veranstaltungen der Organisation, die in einem gemeinsamen Programmheft mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zur ökumenischen „Woche für das Leben“ aufgeführt waren, nach längerem Zögern distanziert.
Unterstützung erhielt ‘Pro Familia’ dagegen von der evangelischen Seite.
‘Pro Familia’ ist jedoch nicht nur kinder- sondern auch kirchenfeindlich.
Als Kardinal Joachim Meisner von Köln in seiner Dreikönigspredigt des Jahres 2005 die Kinderabtreibung anprangerte, sprach eine Vertreterin des ‘Pro Familia’-Bundesverbandes von angeblich „frauenverachtenden Äußerungen“ des Kardinals sowie von einer „Entgleisung“ und von einem „Ausfall“.
Die Predigt Meisners habe „einmal mehr“ gezeigt, wie sehr das Denken von führenden Vertretern der katholischen Kirche noch immer von Frauenverachtung geprägt sei.
Der Kardinal weigere sich anzuerkennen, daß sich eine Frau „ethisch verantwortlich“ sowohl für als auch gegen eine bereits existierende Mutterschaft entscheiden könne.

12.05.2006 kreuz.net