Abtreibungen wirklich rückläufig?

Die Fuldaer Zeitung titelte in ihrer Ausgabe vom 10.03.06 „Zahl der Abtreibungen sank um vier Prozent". Insgesamt, so die Meldung weiter, seien es noch 124 000 Abtreibungen.

Davon einmal abgesehen, dass auch diese 124 000 getöteten Kinder ein Skandal sind, gibt es nach wie vor kein zuverlässiges und kontrolliertes Meldeverfahren.
Es gibt auch weiterhin eine Reihe von Fallgruppen, die durch die Statistik nicht erfasst werden, weil sie z.B.mit den Krankenkassen unter einer falschen Diagnoseziffer abgerechnet werden. Fachleute gehen daher davon aus, dass die Dunkelziffer (aufgrund des Meldedefizits) ebenso hoch ist, wie die offiziell gemeldete Zahl der Abtreibungen.
Aber wenn wir einmal von der zu niedrigen statistischen Zahl ausgehen und unterstellen, dass sich die Zahlen für 2006 nicht gravierend ändern, dann bedeutet das im Klartext, dass bis Pfingsten seit dem Beginn dieses Jahres Folgendes passiert ist:
Also in der 22. Woche. Das heißt, es sind schon wieder 52.400 Kinder getötet worden.
Oder anders ausgedrückt: Wenn eine Schulklasse 25 Kinder umfasst, dann sind es ( zweitausendeinhundert !!) Schulklassen, die in Deutschland bis Pfingsten 2006 getötet wurden. Nebenbei gesagt: Das wurde vom Staat auch noch mit 17 Mio. € Steuergeldern gefördert. Warum nehmen wir das eigentlich alles so hin? Tatsache ist doch Folgendes:
Das ganze Abtreibungs(un)recht ein gescheitertes Konzept zu nennen, wäre eine Verharmlosung. Das Gesetz ist vielmehr menschenverachtend (kein Menschenrecht für Ungeborene), unwürdig (die gottgegebene Menschenwürde wird ignoriert), gewalttätig (der Stärkere entscheidet über Leben und Tod des Wehrlosen), das Tötungsverbot aufweichend (sind Alte und Behinderte die Nächsten?) und antichristlich. Eine traurige Wirklichkeit in unserem Land!
Gefordert sind unsere Politiker, welche die negativen Auswirkungen der Reform des Paragrafen 218 noch immer nicht wahrhaben wollen. Sie haben den völlig gescheiterten Lebensschutz durch den Staat zu verantworten. 90% der Abtreibungen sind rechtswidrig, aber straffrei.
Nein, sie werden nicht umdenken. Schließlich hat die neue Familienministerin von der Leyen (CDU) über „Zusatzhonorare im Rahmen eines Schwangerschaftsabbruches " informiert und erklärt, „das grundsätzliche Prinzip des Paragraphen 218 werden wir nicht mehr antasten ". Werden wir Christen uns mit diesen Informationen zufrieden geben? Werden sich die von uns gewählten Politiker damit zufrieden geben?

Juni 2006 Aktionskreis Fulda AL