Diözese Trier kollaboriert mit Kinderabtreibern

Das Bistum Trier bewarb kürzlich zusammen mit der Abtreibungsorganisation ‘pro familia’ eine zweifelhafte und gefährliche Ausstellung, die auch den Völkermord an Ungeborenen propagiert.

Die deutsche ‘Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung’ organisiert seit Jahren eine Wanderausstellung mit dem Titel „Liebesleben“.

Nach eigenen Angaben werden Themen wie „Liebe, Lust und Partnerschaft, Sexualität, Verhütung, Aids“ behandelt. Doch in Wahrheit geht es um die Propagierung chemischer Kindergifte und der Kinderverhütung.

Zwischen dem 2. und dem 12. Juni diesen Jahres war die sogenannte Aufklärungsausstellung in Trier. Insgesamt besuchten 7.500 Menschen die Präsentation. Unter den Zusehern befanden sich zahlreiche geführte Schulklassen.

Die Kooperationspartner für die umstrittene Ausstellung sind unter anderen der ‘Caritasverband für die Diözese Trier’, der ‘Sozialdienst katholischer Frauen Trier’ und die Filialstelle des Abtreibungsnetzwerkes ‘pro familia’.

Die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kinderabtreibern wurde auch im Werbeprospekt für die Ausstellung propagiert.

Der Initiativkreis St. Ambrosius in der Diözese Trier forderte eine klare und öffentliche Distanzierung der Diözese von solchen Kreisen.

Deshalb schrieb der Initiativkreis dem Generalvikar von Trier, Hw. Georg Holkenbrink, im Vorfeld der Ausstellung einen Brief:

„Da es hier regelrecht um Menschenleben geht, können wir nicht ruhen, bis diese unglaubliche Verdunkelung des katholischen Zeugnisses in unseren verworrenen Zeiten zurückgenommen wird.“

Das Schreiben informiert den Generalvikar über die von ‘pro familia’ auf der eigenen Homepage angepriesenen Verbrechen am menschlichen Leben.

‘pro familia’ erklärt, daß jede Neuregelung, welche die Situation von Müttern durch „einen leichteren Zugang zu Methoden des Schwangerschaftsabbruchs verbessert“ seine Unterstützung finde: „pro familia fordert […] die ersatzlose Streichung des [Abtreibungs]Paragraphen 218 aus dem Strafgesetzbuch.“

In Saarbrücken – 60 Kilometer südlich von Trier – betreibe ‘pro familia’ einen Kinderschlachthof „mit wohl 1000 Abtreibungen im Jahr“, im Schnitt mehr als zwei Kindermorde jeden Tag.

Zur ‘Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung’ erklärt der Initiativkreis, daß diese Behörde unter anderem einen Werbeprospekt für die ‘Tötungspille danach’ vertreibe:

„Jede Frau hat ein Recht darauf, die ‘Pille danach’ so früh wie möglich einnehmen zu können“ – fordert die Bundeszentrale in dem Flugblatt.

Bislang hat das Bistum Trier die Zusammenarbeit mit den Kinderabtreibern nicht öffentlich verabscheut.

Dabei müht sich der Initiativkreis in dem Anliegen schon seit Jahren.

So beklagte er bereits im Jahr 2003 die Liaison katholischer Institutionen mit der ‘Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung’.

Die Kollaboration zwischen Kirche und Kinderabtreibern scheint in Trier sogar Tradition zu haben.

Bereits im Juni 1998 wurde die Ausstellung ‘Liebesleben’ in Zusammenarbeit mit dem ‘Regionalen Aidsbeirat’ in Trier durchgeführt. Diesem Aidsbeirat gehörte damals unter anderem auch der ‘Sozialdienst Katholischer Frauen’ an.

Dazu lud der ‘Sozialdienstes Katholischer Frauen’ auch Schulklassen mit dem Hinweis ein, daß die Ausstellung für Kinder ab 12 Jahre geeignet sei.

Von der Ausstellung im jahr 1998 berichtete ein Berufsschullehrer im Jahr 2003 in einem Leserbrief, der in den monatlich erscheinenden ‘Initiativkreisnachrichten’ erschien:

„Die ganz Ausstellung war ein einziger Kondomkult, der den jugendlichen Besuchern die Botschaft vermittelte: Du darfst alles machen, was du willst – sogar häufiger Partnerwechsel ist OK, solange du nur Kondome benutzt.“

Aus ethischer und erst recht aus katholischer Sicht sei die Austellung eine einzige Katastrophe gewesen: „und das auf Einladung des ‘Sozialdienst Katholischer Frauen’!“

17.07.2006 kreuz.net