Harrison war menschlicher Abfall

In der 35. Schwangerschaftswoche wählten die Eltern Green für ihren noch nicht geborenen Sohn einen Namen. Dann schlugen die Ärzte vor, den Kleinen zu schlachten.
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Mutter Lisa Green (35) freute sich auf ihre zweites Kind, das sie zusammen mit ihrem Mann Tim auf Ultraschallbildern bereits gesehen hatte.

Das berichtete die britische Tageszeitung ‘The Telegraph’ am 22. Mai.

Kurz darauf sagte der Arzt: „Ich habe eine schlechte Nachricht. Ihr Kind ist mongoloid.“

Die Schwangerschaft war kompliziert gewesen. Die Eltern Green hatten einem Gentest am Kind zugestimmt.

Die Mutter erinnert sich noch gut an die Mitteilung des Arztes:

„Wir waren völlig geschockt, aber unser Zustand wurde dadurch wesentlich verschlimmert, daß der Arzt sagte: »Sie können eine Abtreibung haben.« Ich war in der 35. Wochen schwanger. Mein Kind war voll ausgebildet. Sein Name bestimmt. Ich war angewidert.“

„Der Arzt drängte uns, eine Abtreibung in Erwägung zu ziehen und darüber nachzudenken, wie ein geistig behindertes Kind unser Leben verändern würde. Er erwähnte nur mögliche Nachteile mongoloider Kinder und gab uns keine Information, um eine ausgewogenere Sicht der Dinge zu bekommen. Die Hebamme versuchte uns einige Faltblätter zu geben, doch der Arzt brachte sie zum Schweigen.“

Mutter Green entschied sich für ihr Kind. Zwei Wochen später wurde Harrison geboren. Jetzt ist Harrison zwei Jahre alt. Nach Aussagen seiner Mutter ist er ein „glückliches und gesundes“ Kind.

Tausende von mongoloiden Kindern erleiden ein anderes Schicksal.

62% aller mongoloiden Kinder werden heute in Großbritannien bereits im Mutterschloß entdeckt. Von ihnen erleiden 92% den Abtreibungstod.

Als ein britisches Programm zur Ausfilterung mongoloider Kinder geschaffen wurde, gab es Befürchtungen, daß es auch dazu benützt würde, nicht perfekte Kinder zu beseitigen und Eltern zu Kinderabtreibungen zu drängen.

Dieser Verdacht hat sich bewahrheitet.

Erst im Mai empfahl eine britische Aufsichtsbehörde die Tötung von ungeborenen Kindern, die ein genetisches Risiko für Brust- oder Darmkrebs in sich tragen.

Die Kinderabtreibung nach der 24. Woche wurde in Großbritannien ursprünglich im Falle einer „ernsthaften Behinderung“ des Kindes erlaubt.

Was eine „ernsthafte Behinderung“ ist, wurde nie definiert.

Vor drei Jahren zeigte die anglikanische Pastorin Joanna Jepson – die selber mit einer Hasenscharte geboren wurde – die Polizei an, weil sie sich geweigert hatte, eine Spätabtreibung zu untersuchen, durch die ein Kind wegen einer Hasenscharte umgebracht wurde.

Professor Charles Rodeck vom Royal College für Hebammen und Frauenärzte gab vor ‘The Telegraph’ zu, daß die Abtreibung nach der 24. Schwangerschaftswoche „ein bißchen eine Grauzone“ ist.

Fälle mongoloider Kinder sind im Steigen begriffen, weil mehr und mehr Frauen über 40 Jahre Kinder gebären.

Im Jahr 2004 wurden in Großbritannien 657 mongoloide Kinder lebend geboren. Gleichzeitig wurden 937 im Mutterleib getötet.

Schwangeren Müttern, deren Kinder verdächtigt werden, mongoloid zu sein, wird ein Fruchtwassertest empfohlen. Dabei wird Fruchtwasser mit einer Nadel abgezogen.

5% dieser Mütter tragen jedoch gesunde Kinder in sich. Ein Prozent der Mütter, die dieser Untersuchung unterworfen werden, erleiden wegen dieses Testes eine Fehlgeburt.

Heute sagt Mutter Green über ihren mongoloiden Sohn: „Wir wissen nicht, was wir ohne ihn tun würden. Er ist unser Sonnenschein.“

„Die schreckliche Sache besteht darin, daß wir uns vielleicht für eine Abtreibung entschlossen hätten, hätten wir über seinen Mongoloismus früher in der Schwangerschaft erfahren.“

„Diese Entscheidung hätte auf unvollständiger und einseitiger Information beruht.“

Doch als die Diagnose zustande kam, wußten die Eheleute Green bereits, daß ihre Gefühle für ihren Sohn eindeutig waren. Zu guter Letzt entschied sich das Ehepaar aufgrund ihrer eigenen einseitigen Information: der Liebe

07.08.2006 kreuz.net