Die besten Anti-Aging-Angebote der Welt-Top-Kliniken im Überblick

Die ewige Jugend kostet rund 22.000 Euro. Die Therapien mit Abtreibungsleichen aus der ehemaligen Sowjetunion versprechen Schönheit, Klugheit und die Wiedererlangung der Libido.

Institut für Regenerative Medizin

Ort: Barbados/Westindische Insel.

Behandlung: Anti-Aging Stammzellinjektionen von ausgewählten Kindern, die zwischen der sechsten und zwölften Schwangerschaftswoche abgetrieben wurden. Sie beinhalten „reichhaltige regenerative Stammzellen“. Eine Dame am Telefon erklärt gegenüber einer Journalistin der britischen Tageszeitung „Daily Mail“: „Wir injizieren die Zellen aus dem Lebergewebe menschlicher Föten direkt in Deine Handrückenvenen.“

Versprechung: Man denkt besser, schlaft besser und sieht besser aus. Die Lebensqualität steigt und die Libido nimmt vielleicht zu. Die Kleinstkinderzellen verhelfen dem Körper des Erwachsenen dazu, sich selber zu regenerieren. Die Wirkung hält etwa ein Jahr. Dann solle die Behandlung aufgefrischt werden.

Kosten: 22.300 Euro.

Hintergrund: Die Klinik eröffnete im vergangenen Jahr in einem der luxuriösesten Hotels der Insel. In den letzten zwölf Monaten wurde dieser beliebte Urlaubsort zur Stammzellenhauptstadt der entwickelten Welt. Hunderte Patienten werden hier jährlich behandelt. Mehr als tausend Patienten für kosmetische Behandlungen stehen auf der Warteliste.

Ukrainische Stammzellenforscher, die seit zwanzig Jahren als Pioniere auf diesem Gebiet tätig sind, schlossen sich mit US-Forschern zusammen. Sie werden von der Karibischen Tourismusindustrie finanziell unterstützt. Forschungen zeigen, daß fötale Zellen aus armen Gebieten der Ukraine und Rußland importiert werden. Finanziell verzweifelte Frauen werden dort für die Behandlung eitler westlicher Frauen ausgebeutet.


Zellulitis-Klinik

Ort: Moskau/Rußland

Behandlung: Anti-Aging-Injektionen von Stammzellen abgetriebener Kinder in die Oberschenkel, das Gesäß und den Bauch. Behandlungen mit Stammzellen von Kühen und Schweinen, von Nabelschnurstammzellen oder aus der Leber abgetriebener Kinder.

Versprechungen: Dr. Elena Botschkariowa von der Zellulitis-Klinik in Moskau erklärt, daß fötales Gewebe einen hohen Anteil an regenerativen Stammzellen in sich trägt. Wenn man die Leichenteile der abgetriebenen Kinder in den Körper eines Erwachsenen injiziert, bekämpfe das den Alterungsprozeß: „Ich habe Patienten, die meine Klinik nach einer Kur verlassen. Sie sehen zehn Jahre jünger aus und fühlen sich zehn Jahre jünger, als sie hereingekommen sind.“

Kosten: 15.000 – 22.300 Euro

Hintergrund: Mehr als fünfzig Kliniken sind in der russischen Hauptstadt in den letzten drei Jahren aus dem Boden geschossen, um der Nachfrage wohlhabender Russen und Westeuropäer gerecht zu werden. Für die Stammzellentherapien nützen russische Kliniken Gesetzeslücken aus.

In der nahegelegenen Ukraine befindet sich die weltweit größte Klinik EmCell, die seit den letzten 15 Jahren öffentlich mit Stammzellen experimentiert. Sie führt jährlich Hunderte Anti-Aging-Therapien durch.

Rußland und die Ukraine sind bei den Abtreibungszahlen und den und Stammzellenbehandlungen weltweit Spitzenreiter. Beweise, die von der Moskauer Polizei gesammelt wurden, bestätigen, daß der Handel mit abgetriebenen Kindern auf dem Schwarzmarkt im Wachsen ist. Die Abtreibungsleichen stammen aus Rußland, der Ukraine und Georgien.

Von Armut geschlagene Frauen bekommen umgerechnet etwa 150 Euro, wenn sie Kinder bis zum Optimalalter von acht bis zwölf Wochen austragen – in dieser Zeit ist der Profit von Kleinstkinderzellen für Schönheitskuren am höchsten. Die abgetriebenen Kinder werden an Schönheitskliniken weiterverkauft.


Medra Klinik

Ort: Dominikanische Republik

Behandlung: Fötale-Stammzellen-Injektionen

Versprechungen: Die Zellen von Kleinstkindern stellen jeden Schaden und jedes Defizit im Körper des Erwachsenen fest und versuchen, diese zu reparieren. Zusätzlich lösen sie Wachstumsfaktoren aus, die den Körper dazu stimulieren, seinen eigenen Mechanismus wieder in Gang zu setzen. „Stammzellentherapie ist die Zukunft“, erklärt der Leiter der Klinik, Dr. Rader. „Es ist bedauernswert, daß dagegen so viel Widerstand aus dem Westen kommt.“

Kosten: 22.300 Euro

Hintergrund: William Rader, ein 67jähriger Psychiater aus Malibu im US-Bundesstaat Kalifornien, gründete und eröffnete die Medra-Klinik kürzlich in dem karibischen Urlaubsparadies. Auf dem exotischen Küstenstreifen La Romana bietet er wohlhabenden Patienten
eine Kombination aus Urlaub und Stammzellentherapie an. Erstberatungen für einen Klinikaufenthalt in der Dominikanischen Republik werden in Malibu durchgeführt. Da sich die Insel außerhalb der US-Rechtsprechung befindet, wird der Amerikaner für sein Großunternehmen nicht belangt.

Hunderte Patienten behandelte Dr. Rader bereits mit Stammzellen, die aus sechs bis zwölf Wochen alten Abtreibungsleichen gewonnen wurden. Auf Anfrage einer Journalistin der „Daily Mail“, erklärte eine Ärztin am Telefon, die Zellen abgetriebener Kinder würden aus dem früheren Sowjet-Land Georgien eingeführt.

10.08.2006  kreuz.net