Familienpolitik im freien Fall

Erneut haben 30.200 schwangere Mütter ihre Leibesfrucht zum Metzger gebracht. In Deutschland fehlen Leben, Zukunft und Kinder.

 „Die Abtreibungszahlen des zweiten Quartals 2006 sind ein Fanal für das Scheitern der Familienpolitik in Deutschland.“

Das erklärten die ‘Christdemokraten für das Leben’ in einer jüngsten Aussendung.

43 Prozent der Frauen, die sich für die Tötung ihres Kindes entscheiden, sind verheiratet. 59 Prozent haben bereits ein Kind geboren.

Bei 30.200 Schwangerschaftsabbrüchen im Quartal ist es – nach Ansicht der ‘Christdemokraten für das Leben’ – völlig inakzeptabel, ein Sinken der Zahl um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hervorzuheben:

„Die Statistik läßt dabei außer acht, daß immer weniger Frauen im gebärfähigen Alter sind.“

Die Formen der Abtreibung werden heimtückischer.

Es gibt Abtreibungsmittel wie die „Tötungspille danach“, die das Statistische Bundesamt nicht erfaßt.

Bis zu 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen verursacht sie nach einer Empfängnis eine Frühabtreibung – eine „nachträgliche Verhütung“ gibt es nicht.

Von der berüchtigten Abtreibungsorganisation ‘Pro Familia’ wird die „Pille danach“ sehr stark propagiert.

In der Schweiz wurde die „Tötungspille danach“, als das Kindergift noch rezeptpflichtig war, jährlich 24.000 Mal verkauft.

Nach der Aufhebung der Rezeptpflicht ging das Gift im vergangenen Jahr rund 850.000 Mal über die Ladentheke.

Mittel wie die „Pille danach“ tragen zur Verschleierung der wahren Abtreibungszahlen bei.

08.09.2006 (kreuz.net, Münster)