Drücken Sie sich bitte so aus, daß niemand zu Tode erschrickt

Der Tag der Unschuldigen Kinder ist eine Alibiübung der Kirche, die während des Restes des Jahres auf der Seite der Metzger steht. Von Pornojäger Martin Humer.

Seit der Ermordung der unschuldigen Kinder in Bethlehem sind über 2000 lange Jahre vergangen.

König Herodes der Große war damals Herrscher im Lande Israel.

Sein Befehl – aus Gründen der Staatsraison – kostete vielen Kleinen das Leben.

Der König fühlte nämlich, daß er und seine Herrschaft von den Kindern bedroht waren.

Auch in unserer Zeit – im Jahre 2006 – wird die Ermordung ungeborener, unschuldiger Menschen ein Politikum- vor allem wenn eine Wahl ansteht.

Die Politiker nennen das Fristenlösung, obwohl dabei keine Frist gelöst wird.

Gemeint ist nur eine Straffreiheit bei Kindermord, wenn dieser innerhalb einer Frist von zwölf Wochen verübt wird.

„Wir plädieren nicht für das Bestrafen von Frauen in Not“ – hört man aus den Kreisen der Kinderabtreiber.

Lange Zeit durfte man dieses Verbrechen nicht einmal Mord nennen. Das sei lieblos. Meinten tolerante Gutmenschen und Kindermörder.

Fristgerecht morden habe etwas mit Freiheit zu tun, sagen andere.

Kinderabtreibung sei ein „Recht der Frau auf ihren Bauch“. Eine sozialistische Errungenschaft. Ein Fortschritt. Kann man hören.

Auch im Jahre 2006 ist die Ermordung unschuldiger Menschen ein Politikum, genauso wie zur Zeit des Königs Herodes.

Herodes fürchtete ebenso um seine Macht und sein Politikergehalt wie die sogenannten Politiker von heute – Bischöfe und Kardinäle eingeschlossen.

Nur den Auftrag zum Mord an den unschuldigen Kindern gibt nicht irgendein Herodianer im Parlament. Diese Entscheidung überläßt er den verirrten und verwirrten Müttern der unschuldigen Kinder.

Die Häscher von Bethlehem sind heute geldgierige, verantwortungslose Doktores der Medizin.

Vor 2000 Jahren mordeten in Bethlehem König Herodes und seine Häscher. In unserer Zeit schaffen sogenannte Politiker die Gesetze.

Den Mord besorgen die Schickimicki-Doktores.

Ein großer Unterschied – oder auch nicht.

Weltweit werden jährlich über 40 [vierzig] Millionen ungeborener Kinder geschlachtet.

Auch in Deutschland und Österreich wütet das Verbrechen und greift tiefer als zur Zeit von Auschwitz und Mauthausen.

Nicht nur das Leben der ungeborenen Menschen ist heute bedroht.

Schon beginnt man über eine Frist für Alte, Kranke und Behinderte zu diskutieren.

Diese Fristenlösung für die Lebensunwerten nennen sie den „Guten Tod“ oder „Sterbehilfe“. Klingt sozial, nicht?

Damit niemand zu Tode erschrickt, wird das Wort Euthanasierung vermieden.

28.12.2006 kreuz.net