Weihnachten und die Ungeborenen

Zunächst fragt man sich unwillkürlich, was hat das miteinander zu tun? Vor kurzem wurde ich Zeuge eines Gespräches. Zwei Frauen unterhielten sich über den schönen Brauch der so genannten Fensterbildwanderung.

Dabei wird durch die unterschiedliche Motiv-Gestaltung von Fenstern in der Adventszeit der Betrachter zu einem  christlichen  Weihnachtsfest  hingeführt. Eine der Frauen wollte das Fenster ihrer Wohnung mit Bildern ausgestalten, die auf die Schwangerschaft der Mutter Gottes mit dem ungeborenen Gottes-Sohn hinweisen. Einige Tage später las ich eine Lebensbeschreibung der seligen Luitgard (1291). Dort wurde berichtet, wie sie von Christus während einer heiligen Messe  folgende Botschaft erhielt: „Du sollst 34 Menschen zu Dir nehmen, in der Meinung, dass ich 34 Jahre auf Erden war.“Hoppla! 34 Jahre – weiß nicht jeder Christ, dass Jesus im Alter von 33 Jahren gekreuzigt wurde?  Auch Luitgard wunderte sich zuerst über diesen Auftrag, dann aber fiel ihr ein, dass sein irdisches Leben tatsächlich 34 Jahre währte, nämlich von der Zeit an, da Jesus von Maria empfangen ward bis zu seinem Tod am Kreuz. So wies Jesus in dieser übernatürlichen Botschaft an die selige Luitgard die Menschheit noch einmal auf seine vorgeburtliche Existenz hin. Heute versuchen mächtige Gruppen und Organisationen, das vorgeburtliche Leben eines jeden Menschen in Abrede zu stellen, um ihm die Würde und das Grundrecht auf Leben abzusprechen.So forderte zum Beispiel „Pro Familia“ Bremen im Januar 1984 in einem Gutachten,  dass jeder  Wunsch der Frau nach Abtreibung – gleich aus welchem Grund - als Recht der Frau anzuerkennen sei. Wann das vorgeburtliche Leben als Mensch beginne, so weiter im Gutachten, müsse man dem einzelnen Bürger  als eine höchst subjektive Frage zur Entscheidung selbst überlassen.Im Klartext: Die biologischen, längst bewiesenen wissenschaftlichen Fakten interessieren nicht. Wir bestimmen selbst, ab wann und ob überhaupt jemand als Mensch anzusehen ist. Dieses Gutachten hat  nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Es entspricht auch heute noch  voll und ganz der lebensfeindlichen und menschenverachtenden Mentalität und Ideologie diverser  für die Abtreibung eintretender Organisationen, Parteien und Personen. Diese werden mit Millionen an Finanzmitteln ausgestattet. Das Töten der unschuldigen Kinder im Mutterleib nimmt kein Ende, denn der Gesetzgeber möchte  bei den Medien und den mächtigen Befürwortern der Abtreibung nicht in Ungnade fallen. Dazu passt z.B., dass  der Fuldaer Bürgermeister Dippel (CDU)  Pro Familia Fulda“ für das Jahr 2007 von Seiten der Stadt Fulda die gleiche Summe als Förderung  versprach  wie im letzten Jahr.(FZ  6.11.06) Während die Medien jeden noch so kleinen Skandal aufspüren und an die Öffentlichkeit bringen, berichten sie von der barbarischen, für die ungeborenen Kinder äußerst qualvollen und schmerzhaften Tötung (ohne jegliche  Betäubung) so gut wie nichts. Schweigen – nichts wissen – nichts sagen, dass ist die Devise, nach der verfahren wird.

31.12.2006 Aktionskreis Fulda