Es gibt keine Entschuldigung für Abtreibungsmütter

Es ist schon lange sonnenklar, daß es für ungewollte Kinder eine Alternative zur Zerstückelung und zur Mülltonne gibt. Ein Beispiel aus Essen.

saugling.jpg Neun Neugeborene haben bisher den Weg zum Babyfenster in der Stadt Essen gefunden.

Das berichtete die ‘Neue Ruhr/Rhein Zeitung’ am 31. Dezember.

Ein Babyfenster ist eine Einrichtung, wo neugeborene Kinder anonym abgegeben werden können.

Letztes Jahr wurde ein kleiner Junge im Essener Babyfenster im Haus Nazareth an der Beethovenstraße neu geboren.

Das Kind wurde sofort im Krankenhaus untersucht und dann von freiwilligen Helfern des Babyfensters betreut. Zwei Monate später wurde der Kleine in eine Adoptivfamilie vermittelt.

Seit Gründung des Vereins Babyfenster im Jahr 2000 wurden dort neun Neugeborene vom Fleischwolf der Kinderabtreibung gerettet.

Das Babyfenster wird vom ‘Sozialdienst katholischer Frauen’ betrieben. Mit dabei ist auch die Arbeitsgemeinschaft der Frauenorden im Bistum Essen und siebzig ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Mütter in Not nutzen immer öfter die Rufnummer der Babyfenster.
Darunter auch Frauen, die ihre Schwangerschaft lange verheimlicht hatten, sogar bis kurz vor dem Geburtstermin.

Diese Frauen sind nicht verantwortungslos, sondern „erleiden eine unglaubliche Not“ – so Maria Bünk vom ‘Sozialdienst katholischer Frauen’.

Gerade bei sehr jungen oder verlassenen Müttern könne das Gefühl, völlig überfordert zu sein, übermächtig werden.

Es geschieht, „daß sich Frauen derart ihrer Situation schämen“, so Maria Bünk, „daß sie den Kopf in den Sand stecken, die Schwangerschaft verdrängen und erst ganz spät bemerken“.

Unter der kostenlosen Notrufnummer 0800-0 10 22 10 ist das Essener
Babyfenster rund um die Uhr zu erreichen.

Alle Kosten für die Aufnahme, Betreuung und Versorgung bis zur Adoption werden durch Spenden gedeckt.
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08.01.2007 (kreuz.net, Essen)