Sechs Millionen Tote – Völkermord oder nicht?

In Frankreich stehen Präsidentschaftswahlen bevor. 15.000 Franzosen forderten in den Straßen von Paris für ihre Wählerstimme endlich konkrete Taten.
Am letzten Sonntag demonstrierten in Paris mehr als 15.000 Menschen für das Lebensrecht ungeborener Menschen. Zweidrittel der Demonstranten waren unter dreißig Jahre alt.

Der Weblog ‘Le Salon Beige’ berichtete darüber. Die französischen Medienunternehmen verschwiegen das Großereignis im besten Fall mit einer Kurzmeldung.

Die Großdemonstration wurde bereits zum dritten Mal von der Plattform „30 Jahre: Das reicht“ – organisiert. Immerhin stellten sich dieses Jahr auch vier französischen Bischöfen hinter den Anlaß.


In Frankreich jährt sich die Suspendierung des Rechtsstaates durch die Leugnung des Lebensrechtes ungeborener Menschen zum 32. Mal.

Seit 1975 wurden mehr als sechs Millionen französische Kinder abgetrieben.

Die Demonstranten erklärten dazu: „Sechs Millionen Abtreibungen = Genozid oder nicht?“

Im Jahr der Präsidentenwahl forderten sie die Rechte der ungeborenen Kinder ein:

„2007. Die Katholiken sind politische Waisen.“
„Gibt es einen Kandidaten gegen die Kinderabtreibung?“
„Ändert die Gesetze, wenn ihr unsere Stimmen wollt.“
„Rechte für das Leben, Gesetze für das Leben – nicht morgen: heute!“

Andere Slogans mahnten: „Keine Zukunft ohne Kinder“ „Abtreibung Stop!“ „Nie mehr Kinderabtreibungen.“

Die Massen reimten Sprechchöre:

„Droits à la vie – pour le bébés aussi“ – auf Deutsch: „Gesetze für das Leben – auch für die Babies.“
„Avorter – c’est tuer“ – auf Deutsch: „Abtreiben – das ist töten“

Durch die Lautsprecher erklang ein Lied des im Jahr 2002 verstorbenen Lebensrechtlers Michel Raoult: „Wenn ich Präsident der Republik wäre, würde kein Kind mehr ein tragisches Ende nehmen. Man würde alles Erdenkliche für die kleinsten Menschen tun. Man würde die Kinder beschützen. Wenn ich Präsident wäre.“

Eine Sprecherin fragte: „Wenn wir nicht von diesen Kindern reden, wer wird es dann tun?“

Kurz vor Beginn des Marsches versammelten sich auch rund zehn radikale Gegendemonstranten aus dem linken, lebensfeindlichen Spektrum.

Die Extremisten wollten gerade eine Aktion gegen das Leben aufbauen. Plötzlich änderten sie ihre Pläne und zogen unverrichteter Dinge von dannen. Offenbar hatten die Lebensfeinde nicht mit dem überwältigenden Zug der Lebensrechtler gerechnet.

Die 15.000 Demonstranten legten während des laut-fröhlichen Marsches auch eine Schweigeminute ein: zum Gedenken an die ermordeten Kinder.

Unter den Demonstranten fanden sich zahlreiche Priester und Ordensleute.

Die Kleriker des Alten Ritus zogen vereint in die Schlacht. Sie stammten von der Priesterbruderschaft St. Pius X, von der Priesterbruderschaft St. Petrus, vom Institut Christus König, und vom Institut vom Guten Hirten.

Weltweite Demonstrationen

Ende Januar demonstrieren auch die US-Amerikaner jedes Jahr gegen die vorgeburtliche Kindstötung. Zehntausende Menschen versammelten sich am 20. Januar in San Francisco und am 22. Januar in Washington.

Am 28. Januar werden die Lebensschützer in Lissabon auf die Straße gehen.

Sie wollen vor dem Referendum zur Legalisierung der Kinderabtreibung vom 11. Februar die Rechte ungeborener Menschen verteidigen.

24.01.2007  (kreuz.net, Paris)