Tragische Wahrheit

Daß die Kinderabtreibung in den europäischen Ländern so hemmungslos wütet, ist nicht zuletzt die Schuld einer bestimmten Gruppe: der Katholischen Kirche.

Am 3. Januar schrieb Johannes Beckermann in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ zur Frage der vorgeburtlichen Kindstötung:

„Daß bei einem stimmigen, geschlossenen, auch öffentlichem Auftreten Katholiken einschließlich der Bischöfe eine Trendwende für das Leben erreicht werde, beweist die Entwicklung in der Vereinigten Staaten.“
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Der Münchner Adolf F. Weiß doppelt in einem Leserbrief vom 23. Januar nach.

Er weist darauf hin, daß US-Katholiken nach allen Meinungsumfragen beim Lebensrecht zutiefst gespalten sind:

„Das zeigt auch die Tatsache, daß 64 Prozent der katholischen Senatoren – darunter nur wenige Lebensrechtler – Demokraten sind, deren Parteiprogramme »Abtreibungsfreiheit« meist besonders betonen.“

Im US-Bundesstaat Missouri gewann bei den letzten Wahlen eine katholische Demokratin gegen den evangelikalen, republikanischen Amtsinhaber Senator James Talent.

Die katholische Demokratin setzte sich besonders für die lebensverachtende Embryonenforschung ein.

Die große Gruppe der Evangelikalen seien viel geschlossener gegen die Kinderabtreibung als Katholiken – so Weiß.

Von den Baptisten, der mit Abstand größten evangelischen Konfession in Amerika, sind nur 14 – bei Calvinisten 18 – Prozent der Senatoren Demokraten.

Alle baptistischen und evangelikalen Senatoren verteidigen – nach Weiß – das Lebensrecht ungeborener Menschen.

Fazit: „Ohne die zahlreichen US-Evangelikalen wäre es kaum möglich, daß in ungefähr 80 Prozent der Kreise der Vereinigten Staaten heute keine Abtreibungen mehr durchgeführt werden.“

27.01.2007 kreuz.net