Verfassungsfeindliche Sexualpädagogik

Laut einer Studie streben über 90% aller deutschen Jugendlichen nach Ehe und Familie. Viele ideologisierte Schulen tun ihr bestes, um sie davon abzubringen. Von Lisa Abelin.

Die Normierung der Sexualerziehung durch ein Urteil des Bundes- verfassungsgerichts vom 21. Dezember 1977 ist in den Richtlinien des Landes Rheinland-Pfalz vorbildlich umgesetzt worden:

„Die Grundrechte wie Menschenwürde, freie Entfaltung der Persönlichkeit, Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Freiheit der Person, Gleichberechtigung, Schutz von Ehe und Familie normieren nicht bloß subjektive Abwehrrechte des einzelnen gegenüber dem Staat.

Sie stellen auch Wertentscheidungen dar, die eine Wertordnung bilden und das staatliche Handeln – also auch die Erziehung an einer öffentlichen Schule – binden.“

Angesicht der großen Bedeutung von Ehe und Familie für den einzelnen, den Staat und die Gesellschaft müsse die Schule ihren Beitrag zur Sexualerziehung leisten:

„Vorbereitung auf verantwortete, gleichberechtigte Partnerschaft und Fragen nach dem Schutz des ungeborenen Lebens und der frühkindlichen Persönlichkeitsentwicklung in der Familie gehören dazu.“

Die Richtlinien weisen außerdem darauf hin, daß sich die Verfassung für Ehe und Familie als Wert entschieden hat.

Dieser Wert steht im Rang über anderen Formen der Sexualpartnerschaft und ist dem besonderen Schutz des Gemeinwesens anvertraut.

Die schulische Sexualerziehung wird deshalb auch die Hinführung zu diesem Wert an zentraler Stelle leisten müssen – heißt es in einem Erlaß des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Auf diesem Hintergrund ist es ein skandalöser Rechtsbruch, daß Richtlinien in verschiedenen Bundesländern die grundgesetzlich privilegierte Institution Ehe und Familie ausblenden oder als eine beliebig wählbare Lebensform hinstellen – teilweise sogar mit negativen Bewertungen.

In der Berliner Handreichung für Sexualpädagogik kommen Ehe und Familie als gesellschaftlicher Tatbestand gar nicht vor.

Den Lehrpersonen ist es verboten, die Schüler auf eine „gelungene Form von Sexualität“ zu orientieren – gemeint sind Ehe und Familie.

Die Hamburger Richtlinien sprechen von „Partnerschaft, Ehe und Familie“ unter dem Stichwort „Enttraditionalisierung“ – also eher negativ konotiert.

Auch in den Richtlinien von Nordrhein-Westfalen wird „Familie“ mit „anderen Formen des Zusammenlebens“ gleichgesehen.

Mit dieser Ausblendung von Ehe und Familie schaden diese Länder aktiv einer verantwortlichen sittlichen Geschlechtserziehung und widersetzen sich dem Grundgesetz.

Stattdessen wird den pubertierenden Schülern vorgegaukelt, daß die Erfahrung von Jugend-Sexualität alles sei.

Das Ergebnis besteht darin, daß das Durchschnittsalter für den ersten Geschlechtsverkehr inzwischen bei 16 Jahren liegt.

Gott sei Dank lassen sich die Schüler nur partiell von solchen irregeleiteten Richtlinien und dem entsprechenden Schulunterricht beeinflussen.

Jedenfalls erstreben laut Shell-Jugendstudie über 90% aller Jugendlichen in Deutschland die Ehe oder Gründung einer Familie.

Nur die ideologisierten Schulen versuchen, Kinder und Jugendliche um ihre Ideale zu betrügen und die Vorbereitung auf echte Freundschaft und Liebe sowie die Perspektive auf Ehe und Familie zu verbauen.

27.01.2007 kreuz.net