Ein UN-Verband steht im Mittelpunkt eines Skandalberichtes der New York Times

Durch die in Kanada ansässige Internet-Zeitung LifeSiteNews.com wurde aufgedeckt, daß die New York Times eine unwahre Geschichte über Abtreibung in El Salvador veröffentlicht hatte. Der Artikel von Jack Hitt, einem freien Mitarbeiter der Times, vom April 2006 mit der Überschrift „Nation für das Leben“ berichtet von einer Frau, die wegen mutmaßlich illegaler Abtreibung zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden sei.

 Die Times berief sich dabei auf den Übersetzer eines bei den Vereinten Nationen akkreditierten privaten Verbandes, einer sog. Nichtregierungsorganisation (NGO) namens IPAS, die u. a. mobile Abtreibungseinrichtungen per Telefon verkauft.Der Times-Reporter versuchte aufzuzeigen, was geschehe, wenn Länder Gesetze zugunsten des Lebens hätten, nämlich daß Frauen für illegale Abtreibungen ins Gefängnis gingen. Aber die Geschichte ist nicht wahr. Die Frau, Carmen Climaco, wurde nicht wegen einer Abtreibung verurteilt, sondern weil sie ihr neugeborenes Kind erwürgt hatte. Gerichtsdokumente, die dies belegen, konnten leicht von LifeSite beschafft werden, die sich dann bei der Times beschwerte. Zwei Times-Redakteure verteidigten den Beitrag als zutreffend.IPAS, die Abtreibung befürwortende Vereinigung, die hinter dem Schwindel steckte, startete eine Finanzierungskampagne, um „Carmen [Climaco] und anderen Frauen in Mittelamerika zu helfen, die unter extremen Abtreibungsgesetzen leiden“.Seit 1998 bei den Vereinten Nationen als NGO akkreditiert, setzt sich IPAS für die Wahlfreiheit der Frau und gegen „unsichere“ Abtreibung ein sowie für die Ausweitung der Verfügbarkeit medizinischer Ausstattung und Versorgung, die Mitarbeiter im Gesundheitswesen brauchen, um „reproduktive Gesundheitsdienste“ anbieten zu können. Zu diesem Zweck verkauft und verteilt IPAS ein manuell zu bedienendes Absauggerät als mobile Abtreibungsvorrichtung.Ein lateinamerikanischer Experte äußerte gegenüber dem Friday Fax: „IPAS richtet in unseren Ländern großen Schaden an. Ihr Ziel ist, in El Salvador, Nicaragua und ganz Lateinamerika die Abtreibung zu legalisieren, weil sie ihre Geräte in großen Mengen verkaufen will. Sie dürfte nicht den Status einer NGO haben, weil sie in Wirklichkeit Geschäftemacher sind. Sie vertreiben diese Maschinen und profitieren von deren Verkauf.“Der Ombudsmann der New York Times nahm zu dem Skandal Stellung und kam zu dem Schluß, daß LifeSite recht und die Times unrecht habe. Die Times habe jedoch keine Zurücknahme oder Berichtigung geplant.

09.04.2007 (Friday Fax vom 4. Januar 2007, Jg. 10, Nr. 3)