Immer die gleichen Argumente

werden angeführt, wenn es um die Rechtfertigung von Abtreibungen geht, obwohl sie alle längst widerlegt sind.

Da wir als Christen auch bei diesen Themen nicht schweigen dürfen, ist es gut, wenn wir uns damit auch argumentativ auseinandersetzen können.

Hier ein paar Antworten auf  mögliche Thesen:

Über meinen Körper bestimmte ich selbst!“

Über den eigenen Körper grundsätzlich ja, obwohl kaum jemand von einem Recht auf Selbstverstümmelung sprechen würde. Bei der Abtreibung geht es aber um ein Kind. Dieses ist weder Organ der Mutter, noch eine Wucherung, sondern ein einmaliger Mensch, eigenen Organen, einmaligen Fingerabdrücken. Dieser Mensch – das Kind – lebt nur vorübergehend im Leib der Mutter. Mutter und Kind, darüber gibt gar keine Zweifel, sind stets zwei Menschen.

„Warum Abtreibung unter Strafe stellen?“

Die Strafe ist kein primäres Anliegen, vor allem nicht für Christen, die sich der Barmherzigkeit verpflichtet fühlen. Stellt sich nur die Frage: Wie soll ein Staat Rechtsgüter schützen?Wenn es um den Schutz des Eigentums (z.B. Diebstahl) geht, ist wohl jeder der Meinung, Diebe, Räuber, Einbrecher seien zu bestrafen.In vielen anderen Bereichen wie Tierquälerei, Entführung, Betrug, Umweltschutz etc. wird nach strengeren Strafen gerufen, um Wirkung zu erzielen. Nur beim Schutz ungeborener Kinder macht man eine Ausnahme. Dabei geht es hier um das höchste Gut, das Leben von Unschuldigen Menschen. Jeder verlangt doch zurecht, dass sein eigenes Leben durch Strafandrohung geschützt wird. Wenn Strafe ein geeignetes Mittel zum Schutz von Rechtsgütern  ist, darf beim Lebensschutz Ungeborener keine Ausnahme gemacht werden.

Auch für die Frauen selbst wäre es ein Schutz. Sie könnten mit Hinweis auf die Strafbarkeit dem Drängen des Kindesvaters, Eltern etc. größeren Widerstand leisten.

 

„Aber die Reichen können leicht ein Abtreibungsverbot umgehen!“

Dieses Argument gilt wohl für jede Übertretung von Gesetzen. Wer mächtig und reich ist, kann es sich in vielen Bereichen richten. Er wird auch leichter die Steuern hintergehen können. Sollte man deswegen die Steuergesetze abschaffen?Die angemessene Antwort ist nicht die  Abschaffung von Gesetzen, sondern ihre faire Durchsetzung.

„Aber was ist mit behinderten Kindern?“

Behinderung ist ein relativer Begriff. Kein Leben hat eine Erfolgsgarantie. Darüber hinaus stimmt es nicht, dass geistig oder körperlich behinderte Menschen weniger glücklich sind als andere.Da sie gewohnt sind, mit Begrenzungen zu leben, kommen sie vielfach mit Schwierigkeiten besser zurecht als viele erfolgsgewohnte Zeitgenossen.Und noch etwas: Aus dem Glauben wissen wir, dass es die größte Behinderung ist, nicht lieben zu können.

„Die letzte Entscheidung liegt bei der Frau“

Sobald das Kind gezeugt ist, ist der Frau die Entscheidungs-Kompetenz abgenommen: Es soll zur Welt kommen. Verantwortete Elternschaft bedeutet, sich vor Gott zu fragen, ob nach dessen Willen ein Kind gezeugt werden soll. Die Frage stellt sich also vor der sexuellen Begegnung, nicht nachher. Sobald das Kind zu leben beginnt, also nach der Zeugung, hat es ein Recht auf Leben. Ein Recht, das ihm von Gott – nicht von den Menschen - gegeben wird. Das gilt auch für Retortenbabys. (künstlich erzeugt)

Auf dieses Recht auf Leben sind insbesondere auch die Väter und die Großeltern hinzuweisen. Sie haben die Pflicht, den Müttern das Ja zu ihrem Kind zu erleichtern. Ihre Schuld bei einer Abtreibung ist oft größer als die der Mutter.

 

12.06.2007 Aktionskreis Fulda