Verzweifelte Väter

Immer wieder erreichen uns verzweifelte Hilferufe von Vätern, deren Kinder durch eine Abtreibung getötet wurden oder getötet werden sollen. Das “Entscheidungsrecht” der Mütter steht über dem des noch nicht geborenen Kindes und dem des Kindsvaters.

Leider wird dabei vergessen, daß es niemals eine Entscheidungsfreiheit über das Leben des ungeborenen Kindes gibt. Es steht fest: Die Entscheidung ist bereits gefallen. Die Schwangere ist durch die Zeugung des Kindes auch Mutter eines - noch ungeborenen - Kindes und der Mann damit Vater eines Kindes. Nach einem sog. “Schwangerschaftsabbruch”, also der Tötung eines wehrlosen ungeborenen Kindes, ist die Frau Mutter eines toten Kindes und der Mann ist Vater eines toten Kindes!

Wird der Begriff “Entscheidungsfreiheit/Selbstbestimmung” im Klima der heutigen Frauenemanzipation nicht mißbraucht? Das Argument lautet nicht: “Abtreibung ist moralisch erlaubt, also darf sich die Frau dafür entscheiden”, sondern es wird behauptet: „Die Frau hat die Entscheidungsfreiheit, daher ist die Abtreibung erlaubt.“ Diese Argumentation ist Unrecht am Kind. Weder das Grundgesetz noch Gottes Gebote geben ein Recht auf “Entscheidungsfreiheit/Selbstbestimmung” zum Töten!

An einem Info-Stand im Frühjahr 2007 kam ein junger, trauriger Mann zu uns und berichtete, daß seine Freundin das gemeinsame Kind, das sie erwartete, durch Abtreibung töten ließ. Die Beziehung ging anschließend in die Brüche.

Nach einer Abtreibung scheitern die meisten Partnerschaften, und künftige/neue Beziehungen gestalten sich oft als schwierig oder erweisen sich als unmöglich. Das Vertrauen stirbt mit dem ungeborenen Kind. Viele Ehepaare berichteten, daß die Tötung des noch nicht geborenen Kindes zur Scheidung führte. Leider ist es noch immer allgemeine Ansicht in unserer Gesellschaft, die Tötung eines noch nicht geborenen Kindes könne finanzielle, soziale oder Beziehungsprobleme lösen. Aber das Gegenteil ist der Fall!

Kürzlich erreichte uns ein verzweifelter Hilferuf eines Vaters, dessen Freundin das gemeinsame Kind durch Abtreibung töten lassen möchte. Er fragte uns nach seinen Rechten als werdender Vater. Leider ist es traurige Wahrheit, daß eine Frau ganz alleine über eine Abtreibung des gemeinsamen Babys bestimmen kann. Der Vater hat keine Möglichkeit, sein Kind zu schützen. Aber ist nicht auch dies im inneren Wesen des Mannes verankert, seine Familie zu schützen? Es ist in Deutschland nahezu unbekannt, daß auch die Väter abgetriebener Kinder seelisch schwer getroffen werden können. Männer, denen bewußt wird, daß ihre Sexualität “todbringend” war, leiden in der Folge oft unter sexuellen Störungen. Manche Väter abgetriebener Kinder werden Workaholics (Arbeitssüchtige), um den Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden oder aus dem verzweifelten Bedürfnis heraus, wenigstens in einem entscheidenden Bereich des Lebens erfolgreich zu sein und so der Abtreibungserfahrung, und damit dem Versagen etwas entgegensetzen zu können. Es ließe sich ein langer Katalog der seelischen Folgen nach einer Abtreibung sowohl bei Frauen als auch bei Männern auflisten. In Amerika gibt es schon seit langem eine Bezeichnung für die seelisch-körperlichen Symptome als Folge einer Abtreibung, das Post Abortion Syndrom*), kurz PAS genannt.

Bei uns in Deutschland gilt dies noch ein Tabuthema, das man verschweigt und damit verdrängt. So läßt man Menschen, die dringend der Hilfe bedürfen, in Unwissenheit und mit ihren Problemen allein. Dies ist der folgenschwere Preis für die angemaßte “Entscheidungsfreiheit/Selbstbestimmung der Frau”. G.HW.


27.06.2007 Aktion-Leben