Versicherungsleistung? - Unverschämtheit!

Auf sog. Risikoschwangere wird derzeit mehr oder weniger verdeckt Druck ausgeübt, das möglicherweise behinderte Kind abtreiben zu lassen.

Dieser Druck geht auch von der jeweiligen Krankenkasse aus. Der versicherte Ehemann könnte einen solchen oder ähnlichen Brief erhalten: „Sehr geehrter Herr ..., Ihre Frau ist für die medizinisch notwendige Heilbehandlung wegen Krankheit oderUnfallfolgen mitversichert. Für einen Schwangerschaftsabbruch besteht im allgemeinen kein Leistungsanspruch. Aufgrund der eingereichten medizinischen Unterlagen (Anm.: Rechnung des Genetiklabors) werden wir uns dennoch an den Aufwendungen (Anm.: Tötung des Kindes) freiwillig in tariflicher Höhe beteiligen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte reichen Sie uns zu gegebener Zeit die entsprechenden Originalunterlagen zur Erstattung ein. Mit freundlichen Grüßen ...“

Fragt der Versicherungsnehmer bei der angegebenen Hotline nach, erhält er eine Liste mit 6 Adressen von Kliniken und Ärzten. Versicherungsintern nennt man das „initiierte Aktion zum Leistungsmanagement“. Zudem erhalten die „Kunden“ von Genetikern, Ärzten oder/und von ihrer Krankenkasse unaufgefordert eine Schrift der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Anm.: eine üble Schrift).

Man geht z. Zt. wie folgt vor:

1. Routineuntersuchung beim Frauenarzt. Dieser stellt eine Abweichung von der Vorgabe fest. Die Schwangere wird an eine Praxis für medizinische Genetik bzw. genetische Beratung überwiesen.

2. Die Rechnung stellt dann den Impuls an die Krankenversicherung dar, die unverzüglich dem Versicherten obigen Vordruck sendet.

Sollten Sie einmal einen solchen oder ähnlichen Brief von Ihrer Krankenkasse erhalten, dann sollten Sie eine solch lebensfeindliche Haltung entschieden zurückweisen.

27.06.2007 Aktion-Leben