Kinder ohne Mütter

Das Kind in Fremdbetreuung hat Angst um seine Mutter. Diese Angst wird es ein Leben lang nicht mehr verlieren. Von Christa Meves.

Säuglinge und Kinder erwarten Geborgenheit, Wärme und Sättigung. Sie kennen ihre Mütter und können sie von allen anderen Personen unterscheiden. Sie erwarten die Liebe derer, die für sie verantwortlich sind.

Die Kinder benötigen ihre Mütter. Sie brauchen keine Fremdbetreuung, bei der es um den Geldbeutel der Eltern, um die Übergriffe des Staates oder um ideologische Konzepte geht, die sich längst als unbrauchbar erwiesen haben.

Eine US-Langzeitstudie kam zu dem Ergebnis: Krippen schaden Säuglingen um so mehr, je früher, je länger und konstanter sie dort untergebracht werden.

Deutschland ist gerade dabei, für unendlich viel Geld – das es gar nicht mehr besitzt – flächendeckend Krippen einzurichten.

Aber Mutterliebe ist – das beweist die Hirnforschung – nicht austauschbar oder delegierbar.

Später, wenn die Kinder groß sind, können sie sagen: Tschüß, Mama! – aber nicht, wenn sie neugeboren und hilflos sind.

Mutterschaft ist eine Vorgabe Gottes. Kranke Angst ist das Resultat der veruntreuten Kinder in unserer gottlosen Gesellschaft.

Menschen mit krankhafter Angstbereitschaft gibt es darum in unserer Gesellschaft in riesig großer Zahl.

Auf den Hauptnenner gebracht, liegt es an der Gottlosigkeit unserer Zeit, die sich anmaßt, Kindern ihr natürliches Lebensrecht vorzuenthalten und sie statt dessen zweckgerichtet, nach den Wünschen der Erwachsenen oder der Politik zu manipulieren.

Christa Meves ist eine bekannte Psychotherapeutin. Der Text ist die überarbeitete Fassung eines Vortrages, den sie an einem von ‘Kirche in Not’ organisierten Augsburger Kongreß gehalten hat.

21.10.2007 kreuz.net