Referat 404 „Schwangerschaftsberatung, Sexualaufklärung“ hat geantwortet

Müssen sich  unsere  (christlichen?) Politiker vor den russischen Politikern schämen? Sind sie dazu überhaupt noch in der Lage? (Kommentar vom Aktionskreis Fulda)

● Streichung einer Reihe von medizinischen Indikationen, weil es neue Heilungsmethoden gibt, und Abschaffung der sozialen Indikation

● Begleitende Maßnahmen: Vor einer Abtreibung müssen die Schwangeren künftig eine Erklärung unterschreiben, in der ihnen minutiös die medizi-nischen Risiken sowie die psychischen und sozialen Folgen einer Abtreibung erklärt werden. Auch ist geplant, künftig Abtreibungen in Privatkliniken zu verbieten.

● Bestrafung von Ärzten und Sanitätspersonal bei Abtreibungen ohne eine klare Dokumentation triftiger Gründe mit einer Geldstrafe von umgerechnet bis zu 2250 Euro

Wir schickten diese Information an das Familien-ministerium und baten um Auskunft, was die Bundes-regierung zur Eindämmung der Abtreibungen zu tun gedenkt.

Das Ministerium ließ über das Referat „Schwanger-schaftsberatung, Sexualaufklärung" antworten. Ein zweiseitiges Schreiben darf hier in präzisen Punkten wiedergegeben werden:

1. An der Gesetzgebung wird nichts geändert. „Nach bundesdeutschem Recht sind Schwanger-schaftsabbrüche grundsätzlich strafbar (§ 218 Strafgesetzbuch) und nur unter bestimmten Voraussetzungen straflos (sog. Beratungsregelung nach § 218 a Bs. 1 StGB) bzw. rechtmäßig (medi-zinische und kriminologische Indikation nach §218a Abs. 2 und Abs. 3 StGB)."

2. „... die verpflichtende Beratung ... soll helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen" ( 219 StGB)

3. „Eine medizinische Indikation ... ist dann gegeben, wenn der Schwangerschaftsabbruch unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensverhältnisse der schwangeren Frau nach ärztlicher Erkenntnis angezeigt ist, um eine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der schwangeren Frau abzuwenden."

4. Förderung der Bundeszentrale für gesund-heitliche Aufklärung mit dem vorangigen Ziel, „die Bevölkerung zu einem eigen- wie auch partnerverantwortlichen Umgang mit Sexualität, Zeugung und Fruchtbarkeit zu befähigen, um

ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden, werdende Eltern in der Schwangerschaft zu begleiten."

Die Bundesregierung lässt also weiterhin die Schwächsten unserer Gesellschaft im Stich.

Abtreibungsgesellschaften treiben sich selber ab

Man solle über ein internationales Moratorium gegen Abtreibung nachdenken, regt Giuliano Ferrara an, der sich selbst als ungläubig bezeichnet und sich in Italien als Publizist einen Namen gemacht hat. Wer bereit sei, seinen Verstand zu gebrauchen, müsse erkennen, dass im Westen wie auch in Indien und China die Kinder fehlen. „Die Abtreibungsgesell-schaften laufen Gefahr, sich selber abzutreiben." Ärzte seien unsicher, ob Ungeborene, bei ihrer Abtreibung Schmerzen empfinden. Also seien Ärzte offenbar bereit, mit einer Art Unwahrhaftigkeit zu leben, die für den Ärztestand eigentlich verboten ist. Die katholische Kirche in Italien sieht nun einen Ungläubigen im Kampf für den Lebensschutz an ihrer Seite. DT

Es gibt auch zusehends mehr Ärzte, insbesondere jüngere, die durch Verweigerung der Abtreibung „Zeugnis für die Würde und das Lebensrecht der ungeborenen Kinder ablegen." Die Birke, die Schwan-gerschaftskonfliktberatungen ohne Beratungsschein durchführt, berichtet: In Großbritannien lehnen es sehr viele Ärzte unter Berufung auf ihr Gewissen ab, den tödlichen Eingriff durchzuführen. „Bereits jeder fünfte Allgemeinmediziner befürwortet ein generelles Abtreibungsverbot." In Kanada seien „nur in den Großstädten nahe der Grenze zu den USA ausreichende Kapazitäten vorhanden". Eine Delegierte der Weltgesundheitsorganisation: Es sei notwendig, Ärzte durch das Gesetz zu Abtreibungen zu zwingen. Spanien: Alle Chefgynäkologen ver-weigern die Abtreibung aus Gewissensgründen. In Portugal lehnen mehr als 60 % der Ärzte die Vornahme einer Abtreibung aus Gewissensgründen ab. Die Birke 18.10.2007

Hilfe für die Mutter

Jedes Kind hinterlässt seiner Mutter ein Paket von Stammzellen, die für die Mutter im Falle einer Erkrankung heilend wirken. „Es sind nicht ausgereifte Zellen, die für Jahrzehnte im Organismus der Frau bleiben ... Wenn die fötalen Zellen, die die Plazenta während der Schwangerschaft durchqueren, ein krankes Organ erreicht haben, wirken sie heilend. Wenn z.B. durch Hepatitis in der Leber Schäden auftreten, verwandeln sich die fötalen Zellen in Leberzellen. Die Birke

 

mit freundlicher Erlaubnis der Aktionsgemeinschaft IK-Augsburg

 

 

02.02.2008