Presse Mitteilung

Appell an Ministerpräsident Koch: Künstliche Befruchtungen nicht unterstützen  Die Pläne der Hess. Landesregierung für die Schaffung einer Stiftung oder eines Fonds zur finanziellen Unterstützung kinderloser Paare mit Hilfe künstlicher Befruchtung hat der Aktionskreis in einem Brief an Ministerpräsident Koch stark kritisiert. 

Es sei wissenschaftlich bewiesen, dass das menschliche Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginne. Bei der Methode der In-vitro-Fertilisation (IVF), die häufigste Methode der künstlichen Befruchtung, dürften bis zu drei im Labor künstlich erzeugte Embryonen in die Gebärmutter implantiert werden. In einem von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung erstellten Gutachten, stellten führende Reproduktionsmediziner fest, dass „die Mehrzahl aller durch IVF gezeugten Embryonen nicht entwicklungsfähig ist“ und das „60 bis 80 Prozent“ der durch künstliche Befruchtungen erzeugten Embryonen „chromosomale Störungen aufweisen, die nicht mit einer Lebendgeburt vereinbar sind“, also krank sind.  Die „Erfolgsrate“ („baby-take-home“-Rate) künstlicher Befruchtungen liegt nach diesem Gutachten bis 18 bis 20 Prozent. Und noch schlimmer: “Im statistischen Mittel“ führe sogar „weniger als einer von zehn durch IVF gezeugten Embryonen“ zu „einer Geburt“, stellen die Mediziner fest. Eine traurige Bilanz.  Die ganze Dramatik wird jedoch erst sichtbar, wenn man sich die gesamte Zahl der durch IVF erzeugten „überzähligen“ Embryonen vor Augen halte, die letztlich dem Tod  preisgegeben seien. „ Sorgfältige Schätzungen befürchten“, so der Aktionskreissprecher Otto Spahn, Neuhof, „dass sich diese jetzt schon auf über 130.000 belaufen. Sie stellen de facto nichts anderes als den Tod von ungeborenen Kindern dar!“ 

Diese Kindestötungen sind zu den statistisch gemeldeten Abtreibungen, die im vergangenen Jahr 114.484 betragen haben, hinzuzurechnen.  „Wie kann eine vom Christentum geprägte Nation dies zulassen?“, fragt der Aktionskreis.

 Die Zahlen  würden sich durch die geplante Kostenübernahme mittels Stiftung oder Fonds erwartungsgemäß noch einmal stark ausweiten. In der Fachliteratur ist davon zu lesen, dass  „überzählige“ Embryonen, sofern sie sich im Uterus der Mutter  eingenistet haben, diese mit Einwilligung der Mutter, von einem Arzt mit einer langen Nadel unter Ultraschallansicht ins Herz  gestochen und eine Kalium-Clorid-Lösung eingespritzt wird (fetale Reduktion, Mehrlingsreduktion). Auch hier gilt, dass die Mutter in gar keiner Weise ein Verfügungsrecht über das Leben des ungeborenen Kindes habe. Die eigentliche Problematik – nämlich die bewusste Tötung von Menschenleben werde gar nicht mehr gesehen.  „Ein Euthanasie-Programm im deutschen Rechtsstaat?“, fragt die Aktionskreis Fulda. Weiterhin dürfen die gesundheitlichen und psychischen Folgen für Frauen und Kinder nicht unberücksichtigt bleiben. Wir möchten z.B. nur auf die psycho-sozialen Auswirkungen der Reduktion bei Mehrlings-Schwangerschaften auf Mutter und Kind(er) hinweisen. Aufgrund all dieser geschilderten entsetzlichen Fakten appelliert der Aktionskreis an Ministerpräsident Koch, das Vorhaben der Förderung von künstlichen Befruchtungen nicht weiter zu verfolgen und sich für einen aktiven Lebensschutz, auch unter Einsatz finanzieller Mittel, für die ungeborenen Kinder einzusetzen. Der Brief an  Ministerpräsident Koch wurde auch den heimischen  CDU Landtags-Abgeordneten Dr. Herr und Arnold mit der Bitte um Unterstützung zugestellt.   

Otto Spahn Pressesprecher

Aktionskreis Fulda, 26.04.2009