Die Kultur des Todes

(Frankreich) Die Kultur des Todes hat am 28. Dezember 1967, dem Feiertag der „Unschuldigen Kinder“  in unserer Gesellschaft begonnen.  Der Verfasser des Gesetzes das die Pille und die Verhütung erlaubte, war Lucien Neuwirth, ein Frei-Maurer, was damals den Gaullismus selbst in seiner späten Form, nicht erschreckt hat.

Eine Neuauslegung war dem Gesetz vom 23. September des gleichen Jahres im Gesetzbuch der öffentlichen Gesundheit vorausgegangen, mit dem Begriff  „Medizin“, einer Substanz die es erlaubt zu pflegen und möglicherweise zu heilen, aber auch „imstande zu sein, organische Funktionen zu verändern“. Die Dinge werden sich schließlich so weit entwickeln, daß man von einer „medikamentösen“  IVG (Abtreibung durch Medikamente, die im Grunde heilen sollen) sprechen wird, die tödlich für das Kind und nicht gefahrlos für die Mutter ist.  Die Pille, die die Befruchtung verhindert, wurde als Mittel dargestellt, das eine Abtreibung verhindert. Tatsächlich – und darin liegt die Absicht - hat die Empfängnisverhütung keinen anderen Zweck, als die sexuelle Befreiung, um die Sexualität von der Empfängnis zu trennen.Die Sache ist so klar, daß die MFPF ( die französische Familienplanung)  in ihren Statuten, Art.1-5 „ das Recht auf Verhütung und Abtreibung“ eingetragen hat.Die Verhütung ist eine Kriegserklärung gegen Keuschheit, Treue, und  Selbstbeherrschung, und öffnet der Ausschweifung und dem Mord die Türen. Es blieb noch das Gesetz von 1920, das die Abtreibung verfolgt und verurteilt. Das Gesetz von 1967 mußte daher ergänzt werden. Dazu erfolgte eine wilde Kampagne der  Feministinnen. Um gewählt zu werden machte Giscard d´Estaing daher einen Rundgang durch die Logen.  Und so kam es zu dem Gesetz Giscard - Chirac - Veil , genannt Gesetz Veil. Es wurde am 29. November 1974 um 3h40 morgens genehmigt. Die Linke wählte einstimmig und die Rechte trug mit einem Drittel ihrer Stimmen dazu bei. Das  Gesetz wurde am 17. Januar 1975 verabschiedet.Woher stammen die Gesetze von 1967, 1975 und die folgenden? Sie sind Nachkommen der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der französischen Revolution von 1789, Art. 6,  entnommen dem „Contrat Social“ von Jean-Jaques Rousseau: „ Das Gesetz ist der Ausdruck des allgemeinen Willens“.Seitdem bestimmt der Mensch selbst was gut  oder schlecht, wahr oder falsch, Recht oder Unrecht ist. Er hängt nicht mehr von der gesunden Vernunft ab, wie sie Aristoteles oder Thomas von Aquin lehrten, sondern allein von der Vernunft der Enzyclopedisten  und von Robespierre.Die „Académie Francaise“ wurde unter Ludwig dem XIII. von einem Kardinal gegründet, der die göttlichen Gesetze respektierte. Jetzt ist es eine Herrschaft der Menschenrechte ohne Gott, einer Republik die das Recht verleiht, die Schwächsten auszutilgen..       Das Gesetz hat alles pervertiert:Die Justiz.  Indem man einem ungeborenen Kind von weniger als zehn Wochen jeden rechtlichen Schutz entzog,  kann man es von nun an als eine Sache betrachten und behandeln.Die Medizin. Die Abtreibung muß sauber sein, um gefahrlos zu sein. Das Verbrechen muß „medikalisiert“ sein. Der Eid des Hippokrates  wurde gesäubert. Der ganze ärztliche Beruf ist zutiefst beschädigt. Heute führen mehr als 95 Prozent  der Gynäkologen Abtreibungen durch. Keiner von ihnen kann Oberarzt werden, wenn er nicht bereit ist, abzutreiben. Die Klausel Gewissensfreiheit wird den Ärzten, aber nicht den Apothekern zugestanden. Die Sprache.  Die „Académie Française“ gilt als die Behüterin der französischen Sprache, klar und schön. Hier ist Verwirrung, die von Babel, die Regel.-         wenn der Paragraph 1 des Gesetzes das Prinzip: das Leben von Beginn der Empfängnis an zu achten bestätigt, dann galt es davon sofort abzuweichen.-          Die Empfängnisverhütung – Pille – Implant – Spirale -- widerstehen nicht  mehr, oder kaum noch die Befruchtung, aber der Einnistung des Eis. Sie tötet ein Ei im Schoß der Mutter, Diese Art der Abtreibung ist so radikal, daß sie unmerklich geschieht. Man nennt „empfängnisverhütend“ was in Wirklichkeit abtreibend ist.      -         Arzt-Mörder, Medizin-Gift ergeben ein merkwürdiges Bild. Mord versteckt sich hinter der Lüge. Das Gewissen.  Madame Veil erklärte am 3.März 1975, einen Monat nach der Veröffentlichung  des Gesetzes,  in der Times: „Wenn sie das Gesetz ändern, dann können sie damit grundsätzlich das menschliche Verhalten ändern. Das fasziniert mich.“   Mutter, Vater, Geschwister und Familie. Eine Frau kann ihren Vater, ihre Mutter, ihren Nachbarn töten, das ist äußerst schwerwiegend. Aber sie allein hat das Recht, ihr eigenes Kind zu töten oder töten zu lassen. Die Mütterlichkeit ist in ihrem Innersten verankert und ihr Schaden zuzufügen, bedeutet sie zu entarten. Das Gesetz erlaubt zu töten, aber es erlaubt nicht sich darüber zu trösten. Der Vater verzichtet auf seine Vaterschaft, die Geschwister werden von Verdacht, Angst und Gewalt erfaßt und fragen sich: „Und wenn ich es gewesen wäre?“Die wissenschaftliche Forschung. Die embrionale Periode der menschlichen Gattung dauert 8 Wochen. Das Gesetz stellt somit einen Schatz für all diejenigen dar, die das Embrio manipulieren wollen. Die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung muß absolut sein „ frei von allen moralischen Verboten“ (Alain Bauer, Frei-Maurer Großmeister) Man kann hier an die Freiheiten erinnern, die die ethischen Komitees und die bioethischen Gesetze beanspruchen.Der Staat unter der Führung von Frei-Maurerei und Laizismus, hat sich ununterbrochen der Kultur des Todes verschrieben und jede neue Regierung trägt dazu ihren Teil bei. Sie sind für den Tod ihrer künftigen Bürger verantwortlich.   Unterwerfung der Medien, Beherrschung der Erziehung....Die Kirche    wurde weitgehend angesteckt. Nach Madame Veil, wäre das Gesetz nicht durchgegangen, wenn die Bischöfe dagegen stärker aufgetreten wären. Vorsicht, um nicht zu sagen, Feigheit unserer Hirten. „Besänftigter Laizismus“, Schweigen der Gemeinden, sogar bis zum Einverständnis: In der katholischen Zeitung La Croix vom 1.April 1993, einem Karfreitag, wurde Frau Veil als : „Prima donna inter pares“. „hohe moralische Persönlichkeit“ gefeiert. Aber kein Wort über die Abtreibung.                                    Und was soll  man zu den Katholiken sagen, die die Spirale benützen ?Madame Veil hat ihre Anhänger, aber darüber hinaus gibt es all diejenigen, die sie bewundern und sogar verehren. Man muß dabei, scheint es,  ein Bild ihrer schmerzlichen Vergangenheit sehen, den fürchterlichen Mut – ein Verbot zu brechen, um die Frauen zu befreien---aber um welchen Preis!Die Ehren,  mit denen eine Regierung nach der anderen nicht aufhörten sie zu überhäufen...Der Eigennutz der Politiker, der Feministinnen, der Familien Planung, der Forscher, der Industriellen, und der Emporkömmlinge....Das Wesentlichste ist aber die Anpassung der Denkweisen, von der sie selbst in einem Interview mit der Times sprach: “das Modell der menschlichen Verhaltensweisen grundsätzlich zu ändern“, worüber Orwell in seinem Werk, 1984, in Bezug auf den „Big Brother“ sprach: „ 2 + 2 = 5. Ich sage Dir, es nicht auszusprechen, ich sage Dir es zu denken“ . Es handelt sich hier nun nicht mehr um Stalin, sondern um die Frei-Maurerei, den Mondialismus, den Großkapitalismus, den Atheismus, der Anarchie. Madame Veil wählte es, deren volkstümliches Symbol zu sein. Hat sie das fröhlichen Herzens getan ? Man kann sich das kaum vorstellen. Wir sind nicht da, um über sie zu urteilen. Sie trägt nicht ganz alleine die Verantwortung, aber ihre Taten sind schrecklich.Orwell beendete sein Buch mit den Worten über seinen unglücklichen Helden Winston und sagte:“ Er liebte den Big Brother“. Man sollte eher von einer Geisteskrankheit oder dem Syndrom Stockholm sprechen; Man liebt die Hand die einen schlägt,                                                                   

Dr Xavier Dor  (Kinderarzt)