PID – Empört über teilweise falsche Argumente der Befürworter

Das Führungsteam des Aktionskreises Fulda in der Aktion Leben ist empört über die teilweise unlogische, falsche und oberflächliche Argumentation verschiedener Abgeordneter des Deutschen Bundestages, die sich als Befürworter der Prä-Implantations-Diagnostik (PID), d.h. von Gentests am Embryonen mit anschließend möglicher Selektion, in der BT-Sitzung vom 14.4.2011 äußerten.

Bei der Selektion werden diejenigen ausgesondert und getötet, die bestimmte Ansprüche nicht erfüllen, die als lebensunwert erachtet werden.
Die Frage ist doch schlicht und einfach: Wann beginnt das menschliche Leben?
Die Forschungsergebnisse der Embryologie bestätigen, dass das menschliche Leben mit der Verschmelzung der männlichen Samenzelle mit der weiblichen Eizelle beginnt. Ein Embryo ist ein Mensch im frühesten Entwicklungsstadium.
Unlogisch ist die Argumentation der PID-Befürworter, es sei besser, einen geschädigten Embryo zu selektieren, als das Kind später durch Abtreibung zu töten. In Wirklichkeit handelt sich dabei jedoch nicht um eine Verhinderung der Tötung des Kindes, sondern die Tötung wird lediglich zeitlich nach vorne verlagert.
Verräterisch ist die Argumentation der PID-Verfechter, Gesundheit sei ein so hohes Gut, das man Kindern nicht absichtlich vorenthalten dürfe. Ihnen dann aber durch die Selektion die Fortsetzung des Lebens, also das (Weiter)-Leben, vorenthält. Dies ist geradezu brutal und an Zynismus kaum zu überbieten.
Die von den PID-Befürwortern stets im Mund geführte „Gewissensentscheidung" ist irreführend und falsch. Sich auf das Gewissen zu berufen heißt heute leider in de Regel: Ende der Diskussion - ich will es so! Der Wille des Menschen ist es also, der entscheidet
Seit wann - so fragen wir - kann man sich für das Töten eines unschuldigen Menschen
aussprechen und dann von einer Gewissensentscheidung sprechen?
Aufgabe eines Rechtsstaates ist es aber, die Menschenrechte eines jeden - auch des
ungeborenen Kindes - zu schützen und zu wahren. Zu den wichtigsten aller
Menschenrechte gehört das Recht auf Leben. Davon kann es keine Ausnahmeregelungen
geben.
Zeitweise schienen sich dessen die Abgeordneten des Bundestages bei der Debatte um die
PID nicht bewusst gewesen zu sein.
Eine andere Frage drängt sich irgendwie auf: Wie nahe kommt die PID dem NS-Geist im
„Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" vom 14.7.1933 ? .
Aus allem wird überaus deutlich, das das Lehramt der Katholischen Kirche sehr gute Gründe
hatte, um die künstliche Befruchtung (IVF) zu verbieten, die Voraussetzung für die PID ist.
Sehr erfreulich war die Rede des Fuldaer Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU).
Wenn Michael Brand sagt: „Wir dürfen aus behinderten Kindern nie ein solches Problem
machen, dass gar die Selektion dieser Kinder in Kauf genommen wird", so wünscht man sich,
dass diese Mahnung auf fruchtbaren Boden fällt.

 

Otto Spahn
Pressesprecher