PRESSE-MITTEILUNG

FZ v. 04.02.2014: Einsatz für das werdende Leben

Auch wenn ein katholischer Theologieprofessor aus Frankfurt meint, „donum vitae" stehe in seinem Einsatz für das werdende Leben keineswegs außerhalb der Kirche oder ein Theologieprofessor der Diözese Fulda eine 3.000 € Spende überbringt (FZ v. 15.01.14), so muss das nicht unbedingt richtig sein.

Fest steht, dass sowohl die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. als auch die römische Glaubenskongregation „donum vitae" als Spaltpilz im deutschen Katholizismus betrachtet haben. Auch die deutschen Bischöfe haben klare Grenzen gezogen: Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirche dürfen dort keine Funktionen ausüben. Die Begeisterung der Katholiken für diese Organisation hält sich also in engen Grenzen.

Obwohl „donum vitae" übersetzt „Geschenk des Lebens" heißt, sprach Erzbischof Dyba seinerzeit, , von „donum mortis" (Geschenk des Todes), weil dort der sogenannte Beratungsschein ausgestellt wird Der Beratungsschein hat die Funktion, alle an einer Abtreibung Beteiligten straffrei zu stellen.

Es steht hier nicht zur Debatte, ob „donum vitae" auch Frauen unterstützt, die nicht abtreiben wollen, sondern die Tatsache, dass dort eine Bescheinigung ausgestellt wird, die nur benötigt wird, wenn das Kind getötet werden soll.

Wenn bei „donum vitae" vom „werdenden Leben" gesprochen wird (Überschrift des FZ-Artikels v. 04.02.14), so ist dies entlarvend für die Einstellung dieser Organisation zum menschlichen Leben. Der Embryo entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern ist Mensch von Anfang an, wie es die Humanembryologie schon lange bewiesen hat. Dies sollte auch „donum vitae" bekannt sein.

In diesem Kontext interessant ist, dass lt. einem Pressebericht der Zeitung „Die Tagespost" vom 7. Aug. 2012 „donum-vitae-Beratungsstellen" im Ruhrgebiet ihre Sorge darüber äußerten, dass die Bereitschaft von „Gynäkologen, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen, drastisch zurückgehe".

            Die politisch Verantwortlichen aus Stadt und Landkreis Fulda sollten sich darüber klar werden, was und wen sie mit den Steuergeldern ihrer Bürger fördern.

            Wenngleich nach Aussage der Regional-Vorsitzenden von „donum vitae", Frau Hohmann, das Land Hessen die Mittel eher zurückfährt, so bleibt es nach wie vor ein Skandal, wenn zu Beginn eines Haushaltsjahres bereits Gelder eingeplant werden, um Kinder zu töten, die noch nicht einmal gezeugt sind. Rund ein Drittel der noch nicht geborenen Kinder muss damit rechnen, dass sie vorgeburtlich getötet werden.

Otto Spahn

Pressesprecher