Abtreibungszahlen erschreckend hoch

Presse-Mitteilung

99.700 Tötungen von Ungeborenen in 2014 meldete in diesen Tagen das Stat. Bundesamt in Wiesbaden. In Wirklichkeit dürfte die Zahl noch bedeutend höher liegen, weil z. B. Abtreibungen durch die „Pille danach" und andere Tatbestände nicht erfasst werden.

Was die Statistik entlarvt, ist die Mär von den  immer wieder öffentlich aufgeführten „außergewöhnlichen" Gründen für eine  Abtreibung,  wie zu junges Alter (im Alter zwischen 15 und 18 Jahren waren es 3,2 %) oder kriminologische Indikationen (0,04 %).

Nach der vielgepriesenen sogenannten Beratungsregelung waren es dagegen 96.080 also über 96 %. Wir fordern erneut, dass der Gesetzgeber die Beratungsregelung überprüft, sowie dies  das Bundesverfassungsgericht schon in seinem Urteil vom 28.05.1993 verlangt hat, um dann eventuelle Nachbesserungen bzw. Korrekturen vorzunehmen. Diese Verpflichtung wird auch mehr als 20 Jahre danach weiterhin vom Gesetzgeber ignoriert.

Die Tötung von ungeborenen Kindern ist innerhalb der ersten 3 Monate zwar rechtswidrig, aber nach wie vor straffrei.  Die Folgen sind zu besichtigen:  

Die  Abtreibungs-Statistik für 2014 beweist erneut, dass auch im Jahre 2014 monatlich  mehr als  333 Schulklassen mit je 25 Schülern getötet wurden. Und das geht schon seit Jahren so.

Wir fordern daher den Gesetzgeber erneut auf, endlich  allen Menschen, auch den ungeborenen, das Recht auf Leben zu verschaffen und zu garantieren.

Auf das Versagen der Politik weisen auch renommierte Bevölkerungsforscher,  wie z.B. Herwig Birg, schon seit Jahren vergeblich hin, Bereits  im Jahre 2002 fand in Berlin eine Tagung unter dem Thema „Demographie und Wohlstand" statt. Experten aus zehn europäischen Ländern wiesen auf die Folgen der demographischen Entwicklung hin. Aber weder die damalige rot-grüne noch die folgenden Koalitionen kümmerten sich um die Folgen des kommenden bevölkerungspolitischen Tsunami.  

Wir können dieses Verhalten nur als verantwortungslos  bezeichnen.

Otto Spahn, Pressesprecher