Leserbrief zum Artikel „Kritiker sehen Ehe und Familie in Gefahr“ (FZ 03.12.2016)

Die Forderung des neuen Sexual-Erziehungs-Lehrplanes für Hessen nach Akzeptanz aller sexuellen Orientierungen ( also das Tun von Schwulen, Lesben , Bi-Sexuellen, Trans- und Intersexuellen) wurde vom Publikum immer wieder deutlich kritisiert.

Für Minister Lotz und MdL Walter Arnold reicht Toleranz nicht aus, weil dies Diskriminierungen des vorgenannten Personenkreises nicht verhindere. Nun, ganz so schlimm  scheint es damit doch nicht zu stehen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes stellte dazu fest, dass nur 3 % aller Diskriminierungen eine Folge der sexuellen Identität sind. Viel häufiger sind Alter, Behinderung, Religion etc. die Ursache. Diese machen 97 % aus.

Ein weiteres Thema ist z.B. für  16-jährige auch die Verhütung. Die Anti-Baby-Pille steht dann sicherlich im Mittelpunkt. Wird dann auch darüber aufgeklärt, dass der Konzernchef eines sehr großen deutschen Pharmakonzerns schon in 2012 mitteilte, dass in den USA mit den durch die Pille gesundheitlich geschädigten Frauen Vergleiche geschlossen wurden, nach denen  sich der Pharmakonzern zur Zahlung von 142 Millionen Dollar verpflichtete? Näheres dazu kann man im Internet nachlesen.

Verwunderlich ist auch der kaum thematisierte Gewissenskonflikt christlicher Eltern, da die Teilnahme an diesem Unterricht  für alle Kinder  verpflichtend ist. Wie werden sich die Kinder verhalten, wenn sie mit den gelehrten Inhalten nicht übereinstimmen? Werden sie in der Schule zu Heuchlern erzogen?

Ein weiterer Konfliktpunkt ergibt sich bei den muslimischen Mitbürgern. Während die Bundesregierung die Integration in unsere „Wertegesellschaft" fordert, werden diese auf Landesebene mit einem Unterricht konfrontiert, dem sie in keiner Weise zustimmen können.

Otto Spahn, Pressesprecher