25 Jahre Retortenbaby

Kirche lehnt jede Art der künstlichen Befruchtung ab

Abtsteinach. Am 25. Juli jährt sich zum 25. Mal die Geburt des ersten „Retortenbabys" in England.

Die deutsche Lebensrechtsorganisation AKTION LEBEN e.V. erinnert aus diesem Anlaß an die ungezählte Schar von toten kleinen Menschen, die den Experimenten und Versuchen zum Opfer gefallen sind.

Das Argument, daß die Natur selbst großzügig mit dem Leben umgehe, lassen die Lebensrechtler nicht gelten. Die Natur bringe auch Katastrophen hervor, denen viele Menschen zum Opfer fielen. Dies berechtige den Menschen aber nicht, selbst Unglück herbeizuführen.

Walter Ramm, Vorsitzender der AKTION LEBEN e.V., im Pressedienst seiner Organisation: „Bei der künstlichen Befruchtung (IVF) geht es nicht um eine natürliche Sterblichkeit. Es werden immer mehrere menschliche Embryonen erzeugt, die zum allergrößten Teil - aus verschiedenen Gründen - sterben müssen."

Bei allem Mitgefühl für unfruchtbare Paare, so der Lebensrechtler, seien eine Reihe von schwerwiegenden Folgen zu verzeichnen, die immer neue Probleme mit sich brächten, weil hier eindeutig Grenzen überschritten würden.

Einige dieser Folgen seien überzählige Embryonen, die zu Hunderttausenden tiefgefroren einer ungewissen Zukunft mit Vernichtungsaktionen, Forschungen, Experimenten und Tests entgegensähen. Ohne IVF gäbe es auch keine Präimplantations-Diagnostik (PID) und keine Designer-Babys. „Menschliche Embryonen haben weder etwas im Reagenzglas, noch in der Kühltruhe oder im Labor verloren!", sagt Ramm.

Er erinnert an die Strapazen und Leiden der Frauen, die „funktionieren" müßten, und an die Kinder, die „verworfen" würden, weil sie bestimmten Anforderungen nicht genügten. Man könnte sich viel ersparen, wenn man die Kinderlosigkeit als Schicksal, als gottgewollt, akzeptieren würde. Massenhaft würden Kinder durch Abtreibung getötet, die durch die Freigabe zur Adoption zu Wunschkindern werden könnten. Es zeige sich auch immer deutlicher, daß die Katholische Kirche mit ihrem Verbot - unter schwerer Sünde - jeglicher künstlichen Befruchtung und mit ihrem Eintreten für die Würde eines jeden menschlichen Wesens (Vatikanische Instruktion „Donum Vitae") richtig gelegen habe.